Die Debatte um eine mögliche Expo 2035 in Berlin und Brandenburg nimmt weiter Fahrt auf. Doch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke macht jetzt deutlich: Ohne ein gemeinsames Konzept mit Berlin wird es keine Unterstützung aus Potsdam geben.
Expo 2035: Woidke fordert gemeinsames Konzept
Am Rande eines Termins im polnischen Posen sagte Woidke, dass es bislang kein gemeinsames Konzept für eine Weltausstellung in der Hauptstadtregion gebe. Eine klare Botschaft richtete er dabei auch an Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner.
Woidke sagte, man werde sich an keinem fertigen Berliner Konzept beteiligen. Sollte die Region tatsächlich eine Expo ausrichten wollen, brauche es einen völlig neuen Ansatz für Berlin und Brandenburg gemeinsam.
Nach Angaben der Staatskanzlei laufen dazu bereits Gespräche zwischen beiden Ländern.
Wirtschaft macht Druck für die Expo 2035
Vor allem aus der Wirtschaft wächst der Druck auf die Politik. Bereits im Dezember hatten die Industrie- und Handelskammern aus Brandenburg für eine Bewerbung geworben. Sie sehen in der Expo 2035 eine große Chance für Wirtschaft, Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung in der gesamten Hauptstadtregion.
Unterstützung kommt außerdem von Unternehmen und Verbänden wie LEAG, Tesla und mehreren ostdeutschen Wirtschaftsorganisationen. In einem Schreiben an Ministerpräsident Woidke forderten sie zuletzt mehr Tempo und politische Rückendeckung.
Expo 2035 könnte Milliarden-Projekt werden
Eine Weltausstellung gilt als gigantisches Infrastruktur- und Wirtschaftsprojekt. Länder aus aller Welt präsentieren dort neue Technologien, Innovationen und Zukunftsideen. Für Berlin und Brandenburg könnte die Expo enorme Investitionen, internationale Aufmerksamkeit und neue Arbeitsplätze bringen.
Ob die Hauptstadtregion tatsächlich gemeinsam antritt, hängt jetzt vor allem davon ab, ob Berlin und Brandenburg politisch an einem Strang ziehen.
Immer up to date für die Lausitz: unser Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.























