Die Beschäftigten der SZ-Dienstleistungen GmbH im Landkreis Elbe-Elster bekommen jetzt deutlich mehr Geld. Die Gewerkschaft ver.di und das Unternehmen haben eine Tarifeinigung beschlossen, die die Löhne bis Anfang 2027 um insgesamt 11 Prozent steigen lässt. Zusätzlich gibt es eine Einmalzahlung von 300 Euro.
Deutliche Lohnerhöhung in zwei Schritten
Die Tarifeinigung wurde bereits am 31. März 2026 erzielt und am gestern offiziell von beiden Tarifparteien unterzeichnet. Für die 82 Beschäftigten bedeutet das spürbare Verbesserungen.
Die Entgelte steigen:
- ab dem 1. April 2026 um 5,5 Prozent
- ab dem 1. Januar 2027 um weitere 5,5 Prozent
Damit erhöht sich der niedrigste Stundenlohn zunächst auf 14,74 Euro und steigt Anfang 2027 weiter auf 15,55 Euro.
Zusätzlich erhalten alle Beschäftigten, die zwischen Januar und März 2026 Anspruch auf Entgelt hatten, eine Einmalzahlung von 300 Euro. Teilzeitkräfte bekommen den Betrag anteilig ausgezahlt.
Tarifeinigung SZ-Dienstleistungen bringt auch mehr Weihnachtsgeld
Nicht nur die monatlichen Einkommen steigen. Auch die Jahressonderzahlung, umgangssprachlich Weihnachtsgeld genannt, wird angehoben. Ab 2027 steigt die Sonderzahlung von bisher 67,5 Prozent auf 75 Prozent eines durchschnittlichen Monatsentgelts.
Die Verbesserungen gehen auf jahrelange Tarifverhandlungen zurück. Seit Einführung des Tarifvertrags im Jahr 2019 haben sich die Tariflöhne laut ver.di schrittweise um insgesamt 44 Prozent erhöht.
Das macht die SZ-Dienstleistungen GmbH
Die SZ-Dienstleistungen GmbH mit Sitz in Finsterwalde übernimmt infrastrukturelle Dienstleistungen für die Pflegeeinrichtungen der kreiseigenen Seniorenzentrum „Albert-Schweitzer“ gGmbH.
Die Beschäftigten kümmern sich unter anderem um die Essensversorgung und Catering-Leistungen, die Gebäudereinigung, die Wäscherei, Hausmeisterdienste sowie Rezeptions- und Servicedienstleistungen.
Eingesetzt werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeheimen in Finsterwalde, Herzberg (Elster) und Doberlug-Kirchhain.
Bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte
Neben höheren Löhnen wurden in den vergangenen Jahren auch die Arbeitsbedingungen verbessert. Der jährliche Erholungsurlaub wurde von 28 auf 30 Tage angehoben.
Außerdem gelten der 24. und 31. Dezember tariflich als bezahlte freie Tage. Beschäftigte, die an diesen Tagen arbeiten müssen, erhalten zusätzliche Zuschläge und einen bezahlten Ausgleichstag.
Lob von Betriebsrat und ver.di
Andrea Lehmann, Betriebsratsvorsitzende und Mitglied der Tarifkommission, bezeichnete die Einigung als „gutes Ergebnis für unsere Beschäftigten“.
Auch ver.di-Verhandlungsführer Ralf Franke aus Cottbus hat hervorgehoben, dass die Mitglieder der Gewerkschaft die Verbesserungen der vergangenen Jahre erst möglich gemacht hätten.
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