In Cottbus ermittelt der Staatsschutz nach zwei mutmaßlichen Fällen rechter Gewalt. Beide Vorfälle sollen sich am selben Tag in derselben Straße abgespielt haben und sorgen jetzt für Aufmerksamkeit.
Zwei Vorfälle an einem Tag
Wie der Sprecher der Polizeidirektion Süd Sascha Erler gegenüber Radio Cottbus bestätigte, wurden die Vorfälle bereits vergangenen Donnerstag gemeldet.
Im ersten Fall sollen Unbekannte in ein Wohnhaus eingedrungen sein und vor der Wohnung eines Pfarrers randaliert haben. Dabei wurde gegen eine Tür getreten und rechtsextreme Aufkleber am Briefkasten angebracht.
Nur kurze Zeit später kam es in derselben Straße zu einem zweiten Vorfall. Dabei wurde eine 18-Jährige auf dem Fahrrad von einem bislang unbekannten Jugendlichen gestoppt und bedrängt. Der Unbekannte riss ihr einen Button mit antifaschistischen Symbolen von der Tasche. Auch hier prüft der Staatsschutz einen Zusammenhang mit rechter Gewalt.
Polizei prüft politischen Hintergrund
In beiden Fällen wurden Anzeigen aufgenommen. Die Ermittler gehen aktuell mehreren Hinweisen nach und befragen Zeugen. Im Fokus steht die Frage, ob es sich um gezielte Einschüchterungsversuche im Zusammenhang mit rechter Gewalt handelt.
Reaktionen aus Politik und Gesellschaft
Die Vorfälle sorgen auch über Cottbus hinaus für Reaktionen. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) äußerte sich dazu gestern auf ihrer Instagram Seite. Diese Vorfälle seien „ein Angriff auf alle“, die sich gesellschaftlich und für Demokratie engagieren. Besonders kritisch wird gesehen, dass sich solche Vorfälle direkt im Wohnumfeld abgespielt haben.
Auch die Polizeistatik zeigt, dass rechte Gewalt in Brandenburg zuletzt zugenommen hat. Immer häufiger geraten dabei Menschen ins Visier, die sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.
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Foto: Blaulichtreport-Lausitz























