Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke trifft am 20. April den tschechischen Botschafter Jiří Čistecký zu einem offiziellen Antrittsbesuch in der Lausitz. Im Mittelpunkt steht dabei das Unternehmen MCR Lausitz im Industriepark Schwarze Pumpe.
Woidke empfängt tschechischen Botschafter: Fokus auf Industrie und Innovation
Beim gemeinsamen Rundgang durch das Werk informieren sich beide über moderne Technologien in der Region. Besonders im Fokus: ein ausgezeichnetes 3D-Reparaturdruck-Verfahren, das bereits mit dem Innovationspreis Metall Brandenburg geehrt wurde.
Außerdem wird die neue Radsatz-Instandhaltungsstrecke vorgestellt. Diese entsteht aktuell in Schwarze Pumpe und soll noch im Sommer den Betrieb aufnehmen. Unterstützt wird das Projekt unter anderem durch Fördermittel der Investitionsbank Brandenburg.
Ausbildung und Energie im Strukturwandel
Ein weiterer Programmpunkt führt Woidke und den Botschafter zur Ausbildungsstätte der LEAG. Dort geht es um den Bereich Elektrotechnik und das IHK-Modul Erneuerbare Energien.
Gerade dieser Bereich gewinnt an Bedeutung: Sowohl Brandenburg als auch Tschechien stehen vor ähnlichen Herausforderungen durch den Kohleausstieg. Während Deutschland den Strukturwandel bereits aktiv gestaltet, plant Tschechien den Ausstieg spätestens bis 2033.
Woidke empfängt tschechischen Botschafter: Enge wirtschaftliche Verbindungen
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Brandenburg und Tschechien sind eng: 2024 lag das Nachbarland sowohl bei Exporten als auch Importen jeweils auf Platz 7 der wichtigsten Partner.
Brandenburg exportierte Waren im Wert von rund 1,15 Milliarden Euro nach Tschechien – vor allem Mineralölerzeugnisse und Stahlprodukte.
Gemeinsame Geschichte und kulturelle Verbindungen
Neben der Wirtschaft spielen auch kulturelle und historische Beziehungen eine große Rolle. Insgesamt bestehen 15 kommunale Partnerschaften.
Besonders intensiv ist der Austausch im Bereich der sorbisch-wendischen Kultur. Institutionen wie das Sorbische Institut in Cottbus und der Dachverband Domowina pflegen enge Kontakte ins Nachbarland.
Auch die Aufarbeitung der Geschichte verbindet beide Seiten – etwa durch Kontakte zu Angehörigen ehemaliger tschechischer Häftlinge des KZ Sachsenhausen.
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