Tourismusbilanz im Lausitzer Seenland 2025: Region bleibt auf hohem Niveau

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 14. April 2026“.Liveblog ansehen

Das Lausitzer Seenland hat sich 2025 trotz wirtschaftlicher Belastungen stabil behauptet. Mit 268.987 Gästeankünften und 799.966 Übernachtungen blieb die Region fast auf dem starken Niveau des Vorjahres. Die leichten Rückgänge zeigen: Der Tourismus steht unter Druck, bleibt für viele Menschen aber weiterhin wichtig.


Tourismusbilanz Lausitzer Seenland 2025 zeigt robuste Entwicklung

Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass sich die Urlaubsregion auch in einem schwierigen Umfeld behaupten kann. Die Gästeankünfte gingen nur um 0,6 Prozent zurück, die Zahl der Übernachtungen sank um 0,3 Prozent. Damit bleibt das Lausitzer Seenland eine feste Größe im regionalen Tourismus.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Entwicklung nicht überall gleich verlief. Während einzelne Bereiche Rückgänge verkraften mussten, konnten mehrere Orte bei den Übernachtungen spürbar zulegen.


Diese Orte legten 2025 deutlich zu

Im sächsischen Teil des Lausitzer Seenlandes gab es bei den gewerblichen Übernachtungen positive Entwicklungen in mehreren Kommunen. Boxberg steigerte sich um 5,4 Prozent, Groß Düben um 20,9 Prozent und Lohsa sogar um 34,7 Prozent.

Auch im brandenburgischen Bereich fielen mehrere Orte mit starken Zuwächsen auf. Das Amt Altdöbern erreichte ein Plus von 54,7 Prozent, die Stadt Guben legte um 35,3 Prozent zu und Spremberg steigerte die Übernachtungszahlen um 11,3 Prozent.


Mehr Gäste aus Tschechien, deutlicher Rückgang aus Polen

Ein gemischtes Bild zeigt sich bei den internationalen Gästen. Aus Tschechien kamen 2025 mehr Urlauber ins Lausitzer Seenland: Die Zahl der Ankünfte stieg auf 6.806, die Übernachtungen sogar deutlich auf 23.063. Damit gewinnt die Region dort weiter an Bedeutung.

Deutlich schwächer entwickelte sich dagegen der polnische Markt. Hier gingen die Ankünfte auf 1.914 zurück, die Übernachtungen sanken spürbar auf 4.399.

Der Vergleich zeigt: Während Tschechien als Wachstumsmarkt an Bedeutung gewinnt, besteht bei Gästen aus Polen weiterhin Nachholbedarf und Entwicklungspotenzial.

Aufenthaltsdauer und Kapazitäten bleiben stabil

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2025 bei 3,0 Tagen. Im gewerblichen Bereich mit mehr als zehn Betten standen 134 Beherbergungsstätten mit insgesamt 5.605 Gästebetten zur Verfügung. Auch hier zeigt sich ein weitgehend stabiles Bild. Die durchschnittliche Auslastung der Betten lag bei 28,2 Prozent.


Regen, Kosten und Fachkräftemangel bremsen die Branche

Nach Einschätzung von Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V., bleibt die Branche widerstandsfähig, obwohl viele Anbieter stark belastet sind. Vor allem der regenreiche Juli wirkte sich negativ aus, insbesondere im Campingbereich.

Hinzu kommen Inflation, steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie der anhaltende Fachkräftemangel. Gleichzeitig schmälern Zukunftssorgen und Preissteigerungen die Kaufkraft vieler Gäste, besonders in der Gastronomie.


Neue Chancen für das Lausitzer Seenland ab 2026

Trotz aller Herausforderungen blickt die Region nach vorn. Mit der Freigabe des Seenverbundes Ende Juni verbinden sich neue Entwicklungschancen und ein zusätzlicher Schub für die Bekanntheit des Reiseziels. Für 2026 soll der Fokus darauf liegen, mehr Übernachtungen in den Nebensaisons zu erzielen und die Märkte Polen und Tschechien gezielt weiterzuentwickeln.

Das Lausitzer Seenland zeigt damit: Die Region bleibt attraktiv, widerstandsfähig und hat auch für die kommenden Jahre noch viel Potenzial.

Was heute in der Lausitz sonst noch wichtig ist, lest ihr in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de – laufend aktualisiert und immer nah dran.

Foto: Andreas Franke

---
---

Autor: Redaktion

Und auf Radio Cottbus …

mehr Lausitznews