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Biennale macht die Lausitz zur offenen Kunstbühne

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 01. April 2026“.Liveblog ansehen

Die Biennale openart Lausitz bringt vom 31. Juli bis 20. September 2026 zeitgenössische Kunst in die gesamte Niederlausitz. Mit Ausstellungen, Workshops, Mitmachformaten und offenen Ateliers wird die Region zur großen Bühne für internationale, bundesweite und regionale Kunst – und die Lausitz selbst zum sichtbaren Teil dieses Projekts.


Biennale setzt auf offene Räume in der Lausitz

Die neue Biennale will nicht nur Kunst zeigen. Sie will die Lausitz selbst als kreativen Raum erlebbar machen. Unter dem Motto „Kunst formt Räume“ entsteht ein Programm, das weit über klassische Ausstellungen hinausgeht. Künstler, Vereine, Initiativen und gemeinnützige Träger aus der Region sind eingeladen, sich mit eigenen Ideen einzubringen.

Besonders spannend ist dabei das Sonderformat OPEN SPACES / OFFENE RÄUME. Dahinter steckt eine Plattform, die kreative Orte in der Lausitz sichtbar machen soll. Ateliers, Kirchen, alte Bahnhöfe, leerstehende Läden oder andere besondere Orte können Teil der Biennale werden. Ziel ist es, regionale Kunst- und Kulturräume zu stärken und der kulturellen Vielfalt der Lausitz eine große Bühne zu geben.


Lausitz wird zum Netz aus Kunstorten

Die openart Lausitz Biennale verteilt sich nicht nur auf einen Ort. Vielmehr entsteht ein Band aus verschiedenen Stationen quer durch die Region. Geplant sind Standorte in Doberlug-Kirchhain, Lauchhammer, Jamlitz/Lieberose, Forst und Cottbus. Damit wird die Lausitz selbst zum Ausstellungsraum.

Gezeigt werden Arbeiten aus allen Sparten der bildenden Kunst. Dazu kommen Live-Veranstaltungen, Workshops und partizipative Aktionen. Die Biennale will damit den Strukturwandel in der Lausitz nicht nur beschreiben, sondern künstlerisch sichtbar machen.

Gerade das macht das Format so besonders: Hier geht es nicht nur um Bilder an Wänden. Es geht um Orte mit Geschichte, um neue Ideen in alten Räumen und um die Frage, wie Kunst die Zukunft einer Region mitgestalten kann.


Zwei Wege in die Biennale

Wer bei OPEN SPACES / OFFENE RÄUME mitmachen will, kann zwischen zwei Kategorien wählen.

In Kategorie 1 öffnen Lausitzer Künstlerinnen und Künstler ihre eigenen Ateliers. Sie präsentieren dort ihre Arbeit und ihren Wirkungsort. Diese Beiträge werden im offiziellen Programm und auf der Website der Biennale aufgenommen. Eine finanzielle Förderung gibt es in dieser Kategorie allerdings nicht.

In Kategorie 2 sind Live-Aktionen, Veranstaltungen und Workshops vorgesehen. Dazu zählen zum Beispiel Performances, Installationen, Lesungen, Klangkunst, Videokunst oder partizipative Formate. Besonders gute Chancen haben Projekte mit regionalem Bezug, einem klaren Ortsbezug oder einer aktiven Beteiligung des Publikums. Für diese Kategorie kann es einen Zuschuss für Honorar-, Material- und Transportkosten geben.

Wichtig ist in beiden Fällen, dass vor Ort eine grundlegende Infrastruktur vorhanden ist. Dazu gehören unter anderem Sanitäranlagen, feste Öffnungszeiten und eine Betreuung an den Wochenenden.


Diese Termine gelten in den Regionen

Die Biennale läuft insgesamt vom 31. Juli bis 20. September 2026. Das Format OPEN SPACES / OFFENE RÄUME wird dabei regional gestaffelt umgesetzt.

Im Landkreis Elbe-Elster läuft das Format vom 31. Juli bis 16. August 2026.
Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz vom 7. August bis 23. August 2026.
Im Landkreis Dahme-Spreewald vom 14. August bis 30. August 2026.
Im Landkreis Spree-Neiße vom 21. August bis 6. September 2026.
In der Stadt Cottbus vom 5. September bis 20. September 2026.

Damit bekommt jede Region ihr eigenes Zeitfenster innerhalb der großen Biennale.


Förderung für kreative Projekte möglich

Für Projekte der Kategorie 2 gibt es im Rahmen der Biennale eine Förderung von bis zu 1.200 Euro pro Projekt. Unterstützt werden Honorarkosten, Materialkosten und Transportkosten. Nicht übernommen werden dagegen Verpflegung, Unterkunft, Fahrtkosten oder Versicherungen.

Auch rein kommerzielle Angebote, geschlossene Veranstaltungen oder reine Workshop-Formate ohne künstlerischen Präsentationsanteil sind nicht förderfähig. Die Jury achtet bei der Auswahl auf Qualität, Machbarkeit, regionale Verankerung, Vielfalt und eine sinnvolle Verteilung der Projekte in der Fläche.

Die eingereichten Vorschläge werden von einer Jury gesichtet, in der Bürger und Kulturschaffende aus allen fünf beteiligten Regionen vertreten sind. Unterstützt wird das Auswahlverfahren durch das Programm „Menschen machen Kultur“ im Rahmen der Bürgerregion Lausitz.


Bewerbung für die Biennale läuft nur online oder per Post

Wer bei der Biennale mitmachen will, muss sich mit dem offiziellen Bewerbungsformular bewerben. Die Unterlagen müssen bis spätestens 31. Januar 2026 um 23:59 Uhr eingereicht werden.

Möglich ist die Bewerbung per E-Mail an openspaces@openart-lausitz-biennale.de oder per Post an den Atelierhof Werenzhain e. V. in Doberlug-Kirchhain. Zusätzlich sollen zwei bis drei Fotos des Ortes sowie eine Skizze oder beispielhafte Darstellung der Idee eingereicht werden.

Schon vorher gibt es ein Webinar, in dem das Beteiligungsformat vorgestellt wird. Das ist für Freitag, 16. Januar 2026, von 17 bis 18 Uhr geplant.


Junge Menschen sollen bei der Biennale mitgestalten

Die Biennale richtet sich nicht nur an etablierte Kunstschaffende. Mit dem Bereich YOUNG ART gibt es auch ein eigenes Beteiligungsformat für Kinder und Jugendliche.

Mitmachen können junge Menschen zwischen 10 und 18 Jahren. Geplant sind unter anderem Tagesworkshops im Mai 2026, ein Wochenendkurs im August 2026 und Sommeratelier-Wochenkurse im Juli 2026. Dabei geht es zum Beispiel um Malerei, Collage, Bildkomposition, Ausstellungsgestaltung, Maskenbau, Performance und Musikperformance.

Das Besondere daran: Die Teilnehmer erleben nicht nur Kunst zum Zuschauen, sondern bekommen einen direkten Blick hinter die Kulissen einer internationalen Veranstaltung und arbeiten mit professionellen Künstlern zusammen.


Lausitz bekommt mit der Biennale ein neues Kulturformat

Die openart Lausitz Biennale will sich als neues, wiederkehrendes Format für zeitgenössische Kunst im ländlichen Raum etablieren. Sie soll alle zwei Jahre stattfinden und den Wandel der Lausitz künstlerisch begleiten.

Damit bekommt die Region nicht nur ein neues Kulturereignis. Sie bekommt auch eine zusätzliche Plattform für kreative Beteiligung, regionale Sichtbarkeit und neue Impulse im Strukturwandel. Die Biennale kann so zu einem starken Signal werden: Die Lausitz ist nicht nur eine Region im Wandel. Sie ist auch ein Ort voller Ideen, Räume und kultureller Energie.


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Autor: Redaktion

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