Ein brauner Teddybär liegt zudeckt in einem Bett, er hat Verbände um den rechten Arm und um den Kopf. Auch ein Pflaster klebt auf seinem Kopf.

47 Jahre im Einsatz: Diese Kinderkrankenschwester verabschiedet sich

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 09. April 2026“.Liveblog ansehen

Nach fast fünf Jahrzehnten voller Hingabe endet Ende April eine außergewöhnliche Karriere: Kinderkrankenschwester Sylvia Hain verlässt die Sana Kliniken Niederlausitz und geht in den wohlverdienten Ruhestand.

Kinderkrankenschwester Sylvia Hain: Ein Leben für die Jüngsten

Seit 1979 prägte Kinderkrankenschwester Sylvia Hain die Kinderklinik in Lauchhammer wie kaum eine andere. Was mit einer Ausbildung in Cottbus begann, wurde zu einer Lebensaufgabe: die Versorgung und Betreuung tausender junger Patientinnen und Patienten – stets mit Herz, Erfahrung und einem unermüdlichen Einsatz.

Ob auf der Neugeborenenstation oder später auf der Kinderstation – ihr Anspruch war immer derselbe: Das Wohl der Kinder steht an erster Stelle.

Erinnerungen aus einer anderen Zeit

Die Entwicklung der Medizin hat Sylvia Hain hautnah miterlebt. Sie erinnert sich an Zeiten, in denen Materialien knapp waren und Improvisation zum Alltag gehörte. So entstand in der DDR sogar ein selbst gebauter Reanimationswagen für Babys – inklusive Küchentrichter als Beatmungshilfe.

Auch der Stationsalltag sah damals anders aus: Baumwollwindeln statt Einwegprodukte, selbst gedrehte Tupfer und eigenständig sterilisierte Instrumente gehörten zur Routine.

Engagement weit über die Pflege hinaus

Doch Kinderkrankenschwester Sylvia Hain war mehr als nur Pflegekraft. Sie war Organisatorin, Mutmacherin und kreative Seele der Klinik. Besonders die legendären Kinderfeste bleiben unvergessen: Mit viel Herzblut stand sie selbst auf der Bühne – verkleidet als Piratenbraut oder Märchenfigur – und sorgte für leuchtende Kinderaugen.

Auch an Feiertagen war sie für ihre kleinen Patienten da, spendete Trost und feierte gemeinsam mit ihnen Weihnachten oder den Jahreswechsel.

Große Anerkennung im Team

Ihre Kolleginnen und Kollegen schätzen sie als Vorbild mit enormem Erfahrungsschatz. Chefärztin Dr. Carolin Stegemann hebt besonders ihr Gespür hervor: Auf ihre Einschätzungen und ihr Bauchgefühl sei stets Verlass gewesen.

Pflegedirektorin Saskia Bünger betont zudem ihre ruhige, herzliche Art, die sie im gesamten Team beliebt machte.

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Autor: Redaktion

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