Ein leeres Klassenzimmer. Darin stehen Schulbänke mit Stühlen, vorne ist eine weiße Tafel

Lehrermangel in Brandenburg erreicht neuen Höchststand

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 31. März 2026“.Liveblog ansehen

Brandenburg steht vor einem historischen Problem: Der Lehrermangel Brandenburg wird im kommenden Schuljahr seinen Höhepunkt erreichen. Bildungsminister Gordon Hoffmann warnt bereits jetzt, dass möglicherweise nicht mehr alle Unterrichtsstunden wie bisher abgesichert werden können.

Lehrermangel Brandenburg spitzt sich dramatisch zu

Nach Angaben des Bildungsministers werden im nächsten Schuljahr so viele Schülerinnen und Schüler wie noch nie zuvor unterrichtet werden müssen – gleichzeitig fehlen so viele Lehrkräfte wie noch nie. Der Lehrermangel Brandenburg könnte so stark werden, dass die Stundentafel nicht mehr vollständig garantiert werden kann.

Schon jetzt fallen rund zwei Millionen Unterrichtsstunden aus oder können nicht planmäßig stattfinden. Elternvertreter warnen deshalb vor massiven Unterrichtsausfällen.

Kritik an Haushaltskürzungen

Besonders kritisch sehen Elternvertreter die Entscheidungen der vergangenen Haushalte. 345 Lehrerstellen wurden im Haushalt 2025 gestrichen, gleichzeitig müssen Lehrkräfte seit der zweiten Hälfte des Schuljahres eine Stunde pro Woche mehr unterrichten.

Der Landeselternrat fordert deshalb, dass im Landeshaushalt künftig deutlich mehr Geld in Bildung investiert wird. Ziel müsse nicht nur Stabilisierung, sondern eine spürbare Verbesserung der Unterrichtsversorgung sein.

Hoffnung auf Seiteneinsteiger

Eine mögliche Lösung könnten Quereinsteiger sein. Allerdings wurden zuletzt deutlich weniger befristet eingestellt als im Jahr zuvor. Diese Kräfte fehlen nun im Schulalltag.

Der Bildungsminister kündigte an, 250 der gestrichenen Lehrerstellen wieder zu besetzen. Außerdem soll es eine Lesen-Schreiben-Rechnen-Offensive an Grundschulen geben, inklusive zusätzlicher Deutschstunde.

Situation könnte sich weiter verschärfen

Im kommenden Schuljahr werden zusätzlich etwa 1.500 Schüler erwartet. Gleichzeitig liegt der Krankenstand bei Lehrern laut Gewerkschaft bei bis zu 17 Prozent – ein Zeichen für die hohe Belastung.

Damit steht fest: Der Lehrermangel Brandenburg bleibt eines der größten Probleme der Bildungspolitik im Land.

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Autor: Redaktion

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