In Brandenburg ist die Zahl der registrierten Straftaten im Jahr 2025 erneut gesunken. Mit 166.508 Fällen liegt die Kriminalität so niedrig wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Das zeigt die aktuelle Kriminalstatistik 2025.
Kriminalstatistik 2025 zeigt deutlichen Rückgang
Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten um 5,7 Prozent zurück. Ohne ausländerrechtliche Verstöße wurden 151.124 Straftaten erfasst. Auch das ist ein historischer Tiefstwert. Die Aufklärungsquote blieb mit 57,7 Prozent nahezu stabil.
Damit setzt sich in Brandenburg ein positiver Trend fort. Vor allem bei klassischen Deliktsfeldern wie Diebstahl ist die Entwicklung deutlich sichtbar.
Weniger Diebstähle, weniger Auto- und Fahrraddiebstahl
Knapp ein Drittel aller Straftaten entfällt auf Diebstahlsdelikte. Dort ist die Zahl 2025 auf 50.612 Fälle gesunken. Besonders stark fiel der Rückgang beim Autodiebstahl aus. Hier wurden nur noch 1.724 Fälle registriert. Im Vorjahr gab’s 2.180.
Auch bei den Fahrraddiebstählen gab es einen deutlichen Rückgang. Mit 7.548 Fällen wurde der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik erreicht. Zum Vergleich: 1996 sind noch 29.392 Fahrraddiebstähle erfasst worden.
Wohnungseinbrüche steigen trotz insgesamt sinkender Kriminalität
Trotz des insgesamt positiven Gesamtbildes gibt es auch Entwicklungen, die Sorgen machen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg um 23,7 Prozent auf 3.164 Fälle. Zwei Drittel dieser Delikte wurden in den Gemeinden und Städten des engeren Verflechtungsraums rund um Berlin registriert.
Einzelne Deliktsfelder entwickeln sich also weiter in die falsche Richtung.
Gewaltkriminalität bleibt auf hohem Niveau
Die Zahl der Gewaltkriminalität stieg 2025 um zwei Prozent auf 5.443 Fälle. Besonders auffällig: Fast ein Viertel dieser Taten wurde in Wohnungen registriert.
Gleichzeitig ging die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt auf 6.434 zurück. Das entspricht einem Minus von 5,2 Prozent. Dennoch bleibt das Thema weiterhin hochsensibel und gesellschaftlich brisant.
Mehr Sexualdelikte und hohe Belastung für Einsatzkräfte
Zugenommen haben auch die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Die Polizei registrierte hier 3.344 Fälle, ein Anstieg von 18,5 Prozent. Hintergrund sind vor allem mehr Verfahren wegen der Verbreitung, des Erwerbs, des Besitzes und der Herstellung kinder- und jugendpornografischer Inhalte. Mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen in diesem Bereich war minderjährig.
Die Gewalttaten gegen Polizeibeamte gingen nach dem Höchststand des Vorjahres leicht zurück, mit 1.365 Fällen bleibt das Niveau aber weiterhin sehr hoch. Gegen Feuerwehr- und Rettungskräfte wurden 73 Gewalttaten registriert – das ist noch ein Fall mehr als im Vorjahr.
Drogenkriminalität sinkt deutlich
Im sechsten Jahr in Folge ist auch die Rauschgiftkriminalität zurückgegangen. 2025 wurden 3.045 Fälle registriert. Das sind 38,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Cannabis-Teillegalisierung vom April 2024, die sich nun erstmals auf ein komplettes Statistikjahr ausgewirkt hat.
Trotzdem stieg die Zahl der Rauschgifttodesfälle leicht auf 19.
Schulen bleiben sensibles Feld
Die Zahl der Opferdelikte an Schulen sank leicht auf 1.531 Fälle. Auch die Zahl der Opfer ging zurück. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Tatverdächtigen. Auffällig bleibt: Mehr als jedes zehnte Opfer in diesem Zusammenhang ist eine Lehrkraft.
Alle wichtigen Entwicklungen aus Brandenburg hört ihr im laufenden Programm von Radio Cottbus und liest auf radiocottbus.de.























