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Neue Mobilitätsstationen in Hoyerswerda: So soll der Verkehr der Zukunft funktionieren

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 11. März 2026“.Liveblog ansehen

In Hoyerswerda entstehen neue Mobilitätsstationen, die Bus, Fahrrad, Auto und Elektromobilität miteinander verbinden sollen. Ziel ist es, den Umstieg zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln einfacher und schneller zu machen und so den Verkehr in der Stadt moderner zu organisieren.

Neun dieser Stationen sind geplant. Sie sollen über das gesamte Stadtgebiet verteilt entstehen und den Menschen neue Möglichkeiten bieten, flexibel von Bus auf Fahrrad oder Carsharing umzusteigen.


Mobilitätsstationen bringen Verkehrsmittel zusammen

Die geplanten Mobilitätsstationen in Hoyerswerda sollen mehrere Verkehrsangebote an einem Ort bündeln. Wer mit dem Bus ankommt, kann dort künftig direkt auf andere Verkehrsmittel wechseln.

Zu den wichtigsten Elementen gehören:

  • Bus-Haltestellen mit Wetterschutz
  • Fahrradabstellplätze und Fahrradgaragen
  • Ladesäulen für Elektroautos
  • Carsharing-Stellplätze
  • Parkflächen für Autos

Damit sollen Wege deutlich kürzer werden. Nutzer können spontan entscheiden, wie sie ihre Strecke fortsetzen möchten.


Erste Mobilitätsstation ist bereits sichtbar

Am Lausitzer Platz lässt sich das Konzept bereits gut erkennen. Dort gibt es einen überdachten Bereich für den Busverkehr sowie zahlreiche Möglichkeiten, Fahrräder abzustellen. Parkplätze und Ladepunkte für Elektroautos befinden sich ebenfalls in der Nähe.

Künftig soll dort auch ein Carsharing-Fahrzeug der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda bereitstehen. Damit könnten Nutzer direkt nach dem Einkauf oder einem Termin auf ein Auto zugreifen.


Weitere Mobilitätsstationen entstehen im Stadtgebiet

Neben dem Lausitzer Platz entstehen die Mobilitätsstationen in Hoyerswerda nach und nach auch an anderen Orten der Stadt. Geplant sind unter anderem Standorte:

  • in der Kolpingstraße
  • am Behördenzentrum
  • im Ortsteil Dörgenhausen
  • am Markt
  • rund um den Bahnhof

Am Bahnhof soll die Infrastruktur ebenfalls erweitert werden. Dort gibt es bereits Haltestellen, Fahrradstellplätze und Parkflächen. Ergänzt werden sollen künftig Carsharing-Angebote und eine öffentliche Ladesäule für Elektroautos.


Carsharing wird wichtiger Bestandteil der Mobilität

Ein zentraler Bestandteil der neuen Mobilitätsstationen in Hoyerswerda ist das Carsharing. Mehrere Elektroautos sollen künftig an verschiedenen Stationen bereitstehen.

Die Fahrzeuge können per App gebucht werden. Vor der ersten Nutzung ist lediglich eine Registrierung erforderlich. Dabei wird auch der Führerschein überprüft.

Die Stellplätze der Fahrzeuge werden mit Sensoren ausgestattet, damit Nutzer in Echtzeit sehen können, ob gerade ein Auto verfügbar ist.


Mobilitätsangebot auch für junge Menschen

Das Carsharing-Angebot richtet sich bewusst an viele unterschiedliche Nutzergruppen. Besonders junge Menschen ohne eigenes Auto sollen dadurch neue Möglichkeiten bekommen, mobil zu sein.

Geplant ist außerdem ein barriereangepasstes Fahrzeug, das speziell für Menschen mit Einschränkungen umgebaut wird.

Auch größere Fahrzeuge sollen Teil der Flotte werden. Sie können etwa für Familienausflüge, größere Einkäufe oder Umzüge genutzt werden.


Elektromobilität soll stärker genutzt werden

Die Fahrzeuge an den Mobilitätsstationen in Hoyerswerda fahren elektrisch. Dadurch soll der Umstieg auf Elektromobilität einfacher werden.

Viele Nutzer können so erstmals ausprobieren, wie sich ein Elektroauto im Alltag fährt. Für manche könnte das eine Entscheidungshilfe sein, später selbst ein E-Auto zu kaufen oder zu leasen.


Warum Carsharing für viele günstiger sein kann

Für Menschen, die ihr Auto nur selten nutzen, kann Carsharing wirtschaftlich sinnvoller sein. Besonders wer weniger als etwa 10.000 Kilometer pro Jahr fährt, könnte mit einem geteilten Fahrzeug Geld sparen.

Denn Kosten für Wartung, Versicherung oder Reparaturen entfallen.


Zukunft: Neue Lösungen für die „letzte Meile“

Langfristig könnten auch autonome Shuttlefahrzeuge eine Rolle spielen. Diese sollen eines Tages die sogenannte „letzte Meile“ im Verkehr abdecken, also Strecken zwischen Haltestellen und Wohngebieten.

Bis solche Technologien breit verfügbar sind, sollen Mobilitätsstationen und Carsharing die wichtigsten Lücken im Verkehrsnetz schließen.


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Autor: Redaktion

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