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Aufstallungspflicht Spree-Neiße: Geflügelhalter müssen Tiere jetzt im Stall halten

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 9. März 2026“.Liveblog ansehen

Nach dem Ausbruch der Newcastle-Krankheit gilt im Landkreis Spree-Neiße ab sofort eine Aufstallungspflicht für Geflügel. Betroffen ist ein Legehennenbetrieb in der Nähe von Roggosen, in dem die Geflügelseuche offiziell bestätigt wurde.

Der Landkreis hat deshalb eine Tierseuchenallgemeinverfügung erlassen. Sie soll verhindern, dass sich das Virus weiter in der Region ausbreitet.


Schutz- und Überwachungszone rund um Roggosen

Nach dem bestätigten Ausbruch wurde im Landkreis eine Schutzzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern eingerichtet.

Zusätzlich gilt eine Überwachungszone von zehn Kilometern, die die Schutzzone vollständig umschließt. Dadurch sind zahlreiche Geflügelhalter im Umfeld von Roggosen betroffen.

Die genauen Grenzen der betroffenen Gebiete sind im Amtsblatt des Landkreises Spree-Neiße veröffentlicht.


Diese Regeln gelten jetzt für Geflügelhalter

Mit der neuen Verfügung treten mehrere Maßnahmen in Kraft. Im Mittelpunkt steht die Aufstallungspflicht Spree-Neiße.

Das bedeutet konkret:

  • Geflügel darf nicht mehr im Freien gehalten werden
  • Alle Tiere müssen in geschlossenen Ställen oder überdachten Bereichen untergebracht werden
  • Ein Verbringungsverbot untersagt den Transport von Geflügel aus den betroffenen Zonen
  • Zusätzliche Hygienemaßnahmen sind vorgeschrieben

Die Maßnahmen gelten sofort und sollen eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern.


Geflügelseuche kann schwere Verluste verursachen

Die Newcastle-Krankheit ist eine hochansteckende Virusinfektion bei Vögeln. Besonders Haushühner können schwer erkranken.

Typische Anzeichen sind unter anderem:

  • hohe Tierverluste
  • Rückgang der Legeleistung
  • Atemprobleme
  • Durchfall und neurologische Störungen

Die Krankheit kann sich schnell ausbreiten, da auch Wildvögel das Virus übertragen können.

Für Menschen gilt das Virus jedoch als weitgehend ungefährlich.


Auch Nachbarlandkreis betroffen

Der Ausbruch in Spree-Neiße steht nicht allein. Im benachbarten Landkreis Dahme-Spreewald kämpfen die Behörden bereits seit einigen Tagen gegen einen größeren Ausbruch der Geflügelseuche.

Dort sind nach Angaben der Behörden mehr als 500.000 Tiere in mehreren Stallanlagen betroffen. Außerdem wurde das Virus auch in einer kleinen Geflügelhaltung festgestellt.


Verfügung und Karte online abrufbar

Der Landkreis Spree-Neiße hat die vollständige Tierseuchenallgemeinverfügung sowie eine Karte mit den betroffenen Gebieten online veröffentlicht.

Geflügelhalter in der Region sollten prüfen, ob ihr Betrieb innerhalb der Schutz- oder Überwachungszone liegt und die vorgeschriebenen Maßnahmen sofort umsetzen.

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Autor: Redaktion

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