Im Landkreis Elbe-Elster sind am Sonntag rund 85.000 Wahlberechtigte aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Vier Bewerber treten bei der Landratswahl im Landkreis Elbe-Elster am 15. Februar 2026 an.
Diese vier Kandidaten treten bei der Landratswahl im Landkreis Elbe-Elster an
Zur Wahl stehen:
- Amtsinhaber Christian Jaschinski (CDU)
- Christian Nürbchen (gemeinsamer Kandidat von Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen)
- Norbert Kleinwächter (AfD)
- Marcel Schmidt (parteilos)
Wie Kreiswahlleiterin Susann Kirst mitteilte, werden rund 200 Wahllokale geöffnet. Sollte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, ist für den 1. März 2026 eine Stichwahl vorgesehen.
Zentralklinik als zentrales Wahlkampfthema
Ein dominierendes Thema der Landratswahl im Landkreis Elbe-Elster ist die Zukunft der medizinischen Versorgung. Der Kreistag hatte im vergangenen Jahr den Bau einer zentralen Klinik in Doberlug-Kirchhain beschlossen. Die bestehenden Standorte in Herzberg, Elsterwerda und Finsterwalde sollen zu Gesundheitszentren mit Notfallgrundversorgung umgewandelt werden.
Christian Jaschinski
Amtsinhaber Jaschinski sieht darin die Chance, künftig auch Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten im Landkreis versorgen zu können. Zudem soll die Geriatrie ausgebaut werden. Nach seiner Darstellung würde sich damit das medizinische Angebot deutlich verbessern.
Christian Nürbchen
Christian Nürbchen hingegen kritisiert vor allem die aus seiner Sicht unzureichende Bürgerbeteiligung. Die Notfallversorgung an den bisherigen Krankenhausstandorten müsse dauerhaft gesichert bleiben. Die Menschen dürften nicht zusätzlich verunsichert werden.
Norbert Kleinwächter
Auch Norbert Kleinwächter lehnt die Pläne zur Zentralklinik ab. Er spricht sich für den Erhalt aller drei Krankenhausstandorte aus und möchte einzelne Häuser gezielt mit zusätzlichen Fachabteilungen wie Geriatrie, Palliativmedizin oder Onkologie stärken.
Marcel Schmidt
Marcel Schmidt verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Er plädiert für ein „2 plus 1“-Modell, bei dem zwei Standorte aufgewertet und mit erweiterten Leistungen ausgestattet werden.
Briefwahl und weitere Termine in Brandenburg
Neben der Stimmabgabe im Wahllokal ist auch Briefwahl möglich. Die Unterlagen können noch bis Freitag in den Bürgerbüros und Einwohnermeldeämtern abgeholt werden. Eine Abgabe ist auch direkt vor Ort oder am Wahltag bis zum späten Vormittag bei den zuständigen Wahlbehörden möglich.
Nach der Landratswahl im Landkreis Elbe-Elster folgen bis zum Sommer weitere Wahlen in Brandenburg – unter anderem in Spree-Neiße, Barnim, Uckermark und Ostprignitz-Ruppin. Zudem stehen zahlreiche Bürgermeisterwahlen an.
Alle Entwicklungen, Hintergründe und Ergebnisse zur Landratswahl im Landkreis Elbe-Elster hört ihr im laufenden Programm bei Radio Cottbus und jederzeit auf radiocottbus.de.

























