Die Fernwärme in Weißwasser ist auch nach dem Auslaufen des bisherigen Vertrags ab Mai 2026 gesichert. Für tausende Mieterinnen und Mieter gibt es jetzt Planungssicherheit. Möglich macht das eine neue Übergangslösung der Stadtwerke, die rechtzeitig genehmigt wurde und die Wärmeversorgung stabil hält.
Fernwärme Weißwasser steht vor einem Wendepunkt
Die Fernwärme Weißwasser war lange eng an die Wärmelieferung aus dem Kraftwerk Boxberg gebunden. Dieser Weg endet, denn der bisherige Liefervertrag läuft am 30. April 2026 aus. Eine Verlängerung hätte nur eine unzuverlässige Wärmeabnahme bedeutet. Für die Stadtwerke war klar: Es braucht eine eigene Lösung.
Genehmigung schafft die Grundlage für Versorgungssicherheit
Mit einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung ist nun der entscheidende Schritt gelungen. Sie erlaubt den Betrieb und die Erweiterung der Anlage am Heizhaus Süd. Ohne diese Genehmigung hätte die neue Fernwärme Weißwasser nicht umgesetzt werden dürfen. Innerhalb weniger Monate wurde damit die rechtliche Basis für die Versorgung ab 2026 geschaffen.
Brückenlösung für die Fernwärme Weißwasser
Kern der Lösung ist eine Brückenversorgung, die vor allem die Heizperioden 2025/26 und 2026/27 absichert. Bestehende Erdgaskessel werden weiter genutzt und durch mobile Heizöl-Kessel ergänzt. So kann auch bei starkem Frost genug Wärme bereitgestellt werden. Gleichzeitig werden Leitungen angepasst und zusätzliche Technik installiert.
Was technisch dahintersteckt
Die Anlage erreicht eine Gesamtleistung von über 30 Megawatt. Die mobilen Kessel dienen ausschließlich dazu, Lastspitzen abzufangen. Damit bleibt die Fernwärme Weißwasser auch an sehr kalten Tagen stabil. Die Genehmigung stellt sicher, dass alle Grenzwerte für Umwelt- und Lärmschutz eingehalten werden. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung war aufgrund der geringen Auswirkungen nicht nötig.
Perspektive: Weg von fossiler Energie
Die aktuelle Lösung ist bewusst als Übergang gedacht. Mittel- und langfristig soll die Fernwärme Weißwasser deutlich nachhaltiger werden. Geplant ist der Ausbau von Solarenergie, Solarthermie und großen Wärmespeichern. Zusätzlich prüfen die Stadtwerke, ob Abwärme aus der Industrie, etwa von Stölzle Lausitz, genutzt werden kann. Die Investitionen dafür liegen im zweistelligen Millionenbereich.
Bedeutung für Mieter und Vermieter
Für Mieterinnen, Mieter und große Wohnungsanbieter bedeutet die Entscheidung vor allem eins: Sicherheit. Niemand muss befürchten, dass Wohnungen ab 2026 kalt bleiben. Die Fernwärme Weißwasser bleibt verfügbar, während parallel an einer klimafreundlichen Zukunft gearbeitet wird.
Wie sich die Fernwärme Weißwasser weiterentwickelt und welche Projekte für die Region geplant sind, hört Ihr im Programm von Radio Cottbus und lest alle Hintergründe jederzeit auf radiocottbus.de.

























