Eisflächen betreten ist aktuell lebensgefährlich. Durch den anhaltenden Frost haben sich auf vielen Gewässern Eisschichten gebildet. Die Wasserschutzpolizei warnt eindringlich davor, diese Flächen zu betreten – besonders Kinder sind in akuter Gefahr.
Eisflächen betreten: Große Gefahr trotz Frost
Der Frost der vergangenen Tage hat Seen, Teiche und Flüsse zufrieren lassen. Doch Eisflächen betreten bedeutet ein enormes Risiko. Die Eisstärke ist sehr unterschiedlich und hängt unter anderem von Strömungen, Sonneneinstrahlung, der Art des Gewässers und der Beschaffenheit des Eises ab. Was stabil aussieht, kann Sekunden später brechen.
Lebensgefahr bei Einbruch ins Eis
Bricht ein Mensch ins Eis ein, bleiben oft nur wenige Minuten. In der Regel kann sich eine Person höchstens etwa drei Minuten über Wasser halten. Danach schwinden die Kräfte. Ohne sofortige und professionelle Hilfe endet ein solcher Unfall häufig tödlich. Die Gefahr wird jedes Jahr aufs Neue unterschätzt – auch von Erwachsenen.
Klare Regeln der Wasserschutzpolizei
Die Wasserschutzpolizei macht deutlich:
In Brandenburg werden keine natürlichen Eisflächen offiziell freigegeben. Wer Eisflächen betritt, tut dies immer auf eigene Gefahr. Sicherer sind Kunsteisflächen, die überwacht und freigegeben sind.
Besonders gefährliche Bereiche meiden
Beim Thema Eisflächen betreten gilt besondere Vorsicht an Brücken, Stegen, Schilfbereichen, Brückenpfeilern und auf fließenden Gewässern. Auch Fahrrinnen und bereits aufgebrochenes Eis sind extrem gefährlich. Knackt oder knistert das Eis, muss es sofort verlassen werden. Gruppen auf dem Eis sind umgehend aufzulösen.
Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen
Eltern werden dringend gebeten, ihre Kinder sehr deutlich über die Gefahren aufzuklären. Kinder dürfen niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von Gewässern spielen. Das gilt auch für Schlittenfahrten an Ufern und Böschungen. Zudem sollten Kinder die Notrufnummern 110 und 112 kennen und anwenden können.
Richtig handeln im Notfall
Sind Personen ins Eis eingebrochen, ist besonnenes Handeln entscheidend. Unüberlegte Rettungsversuche bringen Retter selbst in Lebensgefahr.
Zuerst gilt: Feuerwehr (112) oder Polizei (110) alarmieren.
Rettungsversuche sollten vom Ufer aus erfolgen, zum Beispiel mit Seil, Rettungsring, Stange oder Leiter. Wer sich dem Eis nähert, sollte sich flach hinlegen, das Gewicht verteilen und sich möglichst selbst sichern. Die Einbruchsstelle muss unbedingt gemieden werden.
Bitte nehmt die Warnungen ernst: Eisflächen betreten kann Leben kosten. Alle aktuellen Hinweise, Warnungen und Sicherheitsinfos hört Ihr im Programm von Radio Cottbus und lest Ihr jederzeit auf radiocottbus.de.

























