In Brandenburg starten zum Jahresende 2025 vier neue EIP-Projekte, mit denen die Landwirtschaft weiterentwickelt werden soll. Dabei stehen Innovation, Nachhaltigkeit und Praxisnähe im Mittelpunkt.
Was hinter den neuen EIP-Projekten steckt
Die neuen Projekte sind Teil der Europäischen Innovationspartnerschaft EIP-AGRI. Ziel ist es, landwirtschaftliche Betriebe, Forschung, Beratung und Unternehmen enger miteinander zu vernetzen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Diese Lösungen sollen direkt im Alltag der Betriebe einsetzbar sein. Gleichzeitig sollen sie helfen, auf veränderte klimatische Bedingungen, neue Erwartungen der Verbraucher sowie auf den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu reagieren.
Millionenförderung für Innovationen in der Landwirtschaft
Für die EU-Förderperiode 2023 bis 2027 stehen in Brandenburg insgesamt 25 Millionen Euro für EIP-AGRI zur Verfügung. Bereits Anfang 2025 waren vier Projekte gestartet. Nun kommen vier weitere Vorhaben hinzu, die das Auswahl- und Antragsverfahren erfolgreich abgeschlossen haben.
Für diese neuen Projekte wurden mehr als 4,7 Millionen Euro bewilligt. Damit können sie nun offiziell ihre Arbeit aufnehmen.
Entscheidungshilfe für eine effizientere Bewässerung
Im Projekt CEFIR wird eine wirtschaftliche Entscheidungshilfe für Bewässerung entwickelt. Ziel ist es, schon vor dem Einsatz von Wasser einschätzen zu können, ob sich eine Bewässerung sowohl finanziell als auch pflanzenbaulich lohnt.
Geleitet wird das Projekt vom Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V.. Die Bewässerung soll dadurch gezielter, kosteneffizienter und nachhaltiger eingesetzt werden.
Neue Pflanztechnik für trockene Standorte
Das Projekt Einwurzeln konzentriert sich auf ein neues Produktions- und Pflanzverfahren für Baumarten auf besonders trockenen Standorten. Dabei kommen vollständig zersetzbare, rohrförmige Wurzelhüllen zum Einsatz, die junge Pflanzen schützen und das Wurzelwachstum fördern sollen.
Die Projektleitung liegt bei der Humboldt-Universität zu Berlin. Ziel ist es, den Anwuchs der Bäume zu verbessern – auch dann, wenn Trockenperioden länger andauern.
Mehr Transparenz bei regionalen Fleischerzeugnissen
Im Projekt MeatCheck geht es um die Rückverfolgbarkeit von regional produzierten Fleischerzeugnissen. Entwickelt wird ein Schnelltest, mit dem überprüft werden kann, von welchem Betrieb ein Produkt stammt.
Federführend beteiligt ist die IFN Schönow GmbH. Das gendiagnostische Verfahren soll Erzeugern, Handel und Verbrauchern mehr Transparenz entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen.
Zwischenfruchtbeweidung als neuer Ansatz
Einen anderen Weg geht das Projekt Zwischenfruchtbeweidung. Hier wird untersucht, wie Rinder gezielt zur Beweidung von Zwischenfrüchten eingesetzt werden können, die sonst oft ungenutzt bleiben.
Geleitet wird das Projekt von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberwalde. Ziel ist es dabei, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und gleichzeitig die Futterversorgung der Tiere zu sichern.
Weitere Informationen und Entwicklungen aus Brandenburg und der Lausitz findet Ihr auf radiocottbus.de und im Programm von Radio Cottbus.
























