Ein schwerer Fall beschäftigt ab Mitte Januar das Landgericht Cottbus: Der Prozess um den tödlich verletzten Polizisten aus Lauchhammer beginnt – ein Verfahren, das bundesweit große Aufmerksamkeit erwartet.
Ermittler sprechen von Mord
Dem Angeklagten, der zum Tatzeitpunkt 37 Jahre alt war, wirft die Staatsanwaltschaft Mord vor. Er soll den Einsatzbeamten gezielt überfahren haben, um eine Straftat zu verdecken. Nach Erkenntnissen der Ermittler gehörte der Mann zu einer Gruppe, die sich auf Autodiebstähle spezialisiert hatte.
Der 32-jährige Polizist aus Sachsen war Anfang des Jahres im Einsatz, als er einen Nagelgurt auslegen wollte, um flüchtende Autodiebe zu stoppen. In diesem Moment wurde er von einem Fahrzeug erfasst – die Verletzungen waren so schwer, dass er noch am Einsatzort starb.
Prozess zieht sich bis in den März
Nach Angaben des Landgerichts Cottbus sind bereits mehrere Sitzungstage bis März terminiert. Der Fall gilt als besonders belastend, da der Beamte eine Lebensgefährtin und eine kleine Tochter hinterlässt.
Der Tod des Polizisten löste deutschlandweit tiefe Betroffenheit aus. Mehr als 5.100 Menschen sammelten rund 215.000 Euro für seine Hinterbliebenen – ein starkes Zeichen der Solidarität.
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