Neues Landesförderprogramm für Schwerbehinderte stärkt Chancen auf dem Arbeitsmarkt

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 17. November 2025“.Liveblog ansehen

Brandenburg hat ein neues Landesförderprogramm für Schwerbehinderte gestartet – ab sofort können Werkstätten, Leistungsanbieter und Arbeitgeber Modellprojekte einreichen, die Menschen mit Behinderungen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern. Dahinter steckt ein starkes Signal: Mehr echte Jobchancen, mehr Teilhabe und ein inklusiveres Arbeitsleben.


Landesförderprogramm für Schwerbehinderte öffnet neue Wege

Mit dem neuen Programm unterstützt das Land Projekte, die Menschen aus einer Werkstatt für behinderte Menschen in reguläre Jobs oder betriebliche Ausbildungen begleiten. Die Anträge laufen über das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) – und können von jetzt an bis Mai 2026 gestellt werden.

Die Idee: Menschen mit Schwerbehinderung sollen selbst entscheiden können, wo sie arbeiten möchten. Und Arbeitgeber im Land sollen leichter Zugang zu motivierten Bewerberinnen und Bewerbern bekommen.


Warum es jetzt dieses Programm braucht

Die Verantwortlichen im Sozialministerium betonen, wie wichtig gleichberechtigte Teilhabe ist. Viele Menschen wünschen sich den Wechsel aus der Werkstatt – aber bisher fehlten passende Übergangsmodelle.

Mit der Förderung soll genau diese Lücke geschlossen werden. Das Landesförderprogramm für Schwerbehinderte setzt auf maßgeschneiderte Unterstützung, die direkt in Unternehmen wirkt. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel kann das ein echter Gewinn sein.


Ergänzung zum bestehenden Programm PiA 2.0

Das neue Angebot baut auf dem bisherigen Förderprogramm PiA 2.0 auf. Dort konnten bereits 31 neue Ausbildungsplätze und 134 neue Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung geschaffen werden.
Besonders wichtig: 25 Menschen konnten den Sprung aus der Werkstatt in eine reguläre Beschäftigung schaffen.

Jetzt soll der nächste Schritt folgen – mit verbesserten Rahmenbedingungen und stärkerer Zusammenarbeit zwischen Werkstätten, Leistungsanbietern und Arbeitgebern.


Drei Millionen Euro stehen bereit

Finanziert wird das Landesförderprogramm für Schwerbehinderte über die Ausgleichsabgabe – also über Gelder von Arbeitgebern, die nicht genügend Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen. Insgesamt stehen drei Millionen Euro zur Verfügung.

In Brandenburg arbeiten aktuell rund 10.000 Menschen mit Behinderung in 28 Werkstätten an 140 Standorten. Viele von ihnen wollen mehr – und genau das soll das neue Programm möglich machen.

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Autor: Redaktion

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