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BER: Neue Taxi-Regeln – Berliner Taxis verlieren Ladeberechtigung

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 26. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Am Flughafen BER ändern sich ab dem 1. Januar 2027 die Taxi-Regeln deutlich. Dann dürfen nur noch Taxiunternehmen mit Betriebssitz in Schönefeld direkt am Flughafen Fahrgäste aufnehmen. Der Landkreis Dahme-Spreewald beendet dafür seine bisherige Vereinbarung mit Berlin.

Der Landkreis hat die Vereinbarung über den Taxiverkehr am Flughafen zum 31. Dezember 2026 gekündigt. Damit verlieren Berliner Taxis ab Januar ihre bisherige Berechtigung, am BER auf Fahrgäste zu warten und diese dort aufzunehmen.

Vereinbarung stammt aus dem Jahr 2020

Berlin und Dahme-Spreewald hatten die Sonderregelung im September 2020 vereinbart. Anlass waren die Eröffnung des BER und die gleichzeitige Schließung des Flughafens Tegel. Die Vereinbarung erlaubte Berliner Taxis, weiterhin Fahrgäste am BER aufzunehmen, obwohl der Flughafen auf dem Gebiet des Landkreises Dahme-Spreewald liegt. Im Gegenzug durften Taxiunternehmen aus Dahme-Spreewald auch Berliner Taxistandplätze nutzen. Bis zu 1.100 Taxis aus Berlin und Dahme-Spreewald konnten dadurch eine Ladeberechtigung für den Flughafen erhalten.

Landkreis sieht nur noch Bedarf für 500 bis 600 Taxis

Nach Einschätzung des Landkreises hat sich die Nachfrage nach Taxifahrten am BER inzwischen deutlich verändert. Künftig sollen 500 bis 600 Fahrzeuge ausreichen, um den Bedarf am Flughafen abzudecken. Die aktuell hohe Zahl zugelassener Taxis führt laut Landkreis bereits jetzt zu langen Wartezeiten. Fahrerinnen und Fahrer warten am BER teilweise mehr als drei Stunden, bevor sie einen Fahrgast bekommen.

Dahme-Spreewald will heimisches Taxigewerbe stärken

Landrat Sven Herzberger begründet die Kündigung mit der wirtschaftlichen Situation der Taxiunternehmen im Landkreis. Der Landkreis geht davon aus, dass die vor Ort konzessionierten Fahrzeuge ausreichen, um auch künftig alle Fahrgäste am BER zu bedienen. Die örtlichen Taxiverbände hätten dies ebenfalls zugesichert.

Mit der neuen Regelung will Dahme-Spreewald vor allem die wirtschaftliche Situation der Taxiunternehmen vor Ort stabilisieren.

Konkurrenz durch Uber, Bolt und andere Anbieter wächst

Zusätzlich setzt die Konkurrenz durch Mietwagenanbieter das klassische Taxigewerbe unter Druck. Der Landkreis nennt dabei ausdrücklich Plattformen wie Uber, Bolt und Free Now. Die wachsende Zahl entsprechender Fahrzeuge und deren Preisgestaltung verschärfen nach Einschätzung des Landkreises den wirtschaftlichen Wettbewerb. Hinzu kommen gestiegene Kraftstoff-, Energie- und Betriebskosten sowie die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und eine zeitweise schwächere Nachfrage.

Berliner Taxis dürfen Fahrgäste weiterhin zum BER bringen

Die Änderung betrifft die Aufnahme von Fahrgästen direkt am Flughafen. Die gesetzliche Grundlage sieht grundsätzlich vor, dass Taxiunternehmen ihre Fahrzeuge an zugelassenen Stellen innerhalb der Gemeinde bereithalten, in der sich ihr Betriebssitz befindet. Mit dem Ende der Sondervereinbarung gelten diese regulären Vorgaben ab Januar 2027 wieder.

Der Landkreis will damit einerseits bessere Bedingungen für das örtliche Taxigewerbe schaffen und andererseits sicherstellen, dass Reisende am BER weiterhin ausreichend Taxis finden.

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Autor: Redaktion

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