Der Landesschülerrat Brandenburg fordert Änderungen in der Bildungspolitik. In einem neuen 10-Punkte-Plan geht es unter anderem um mentale Gesundheit, politische Bildung, Medienbildung, Bewertungssysteme und mehr echte Beteiligung von Schülerinnen und Schülern. Das Bildungsministerium bestätigte, dass der Landesschülerrat ein Erwartungspapier mit zehn Punkten an die Bildungspolitik vorgestellt hat.
Die Forderungen richten sich an Politik und Verwaltung im Land Brandenburg.
10-Punkte-Plan für Schulen in Brandenburg
Ein zentraler Punkt ist aus Sicht des Landesschülerrates die mentale Gesundheit. Dafür fordert die Schülervertretung mehr Schulsozialarbeit – konkret eine Stelle pro 150 Schülerinnen und Schüler. Der Rat spricht sich außerdem für ein Abschaffung unangekündigter Tests aus.
Auch die politische Bildung soll nach dem Willen des Gremiums gestärkt werden. Der Rat fordert, das Fach von der fünften Klasse bis zum Schulabschluss verpflichtend zu unterrichten.
Medienbildung, Noten und Unterricht im Fokus
Der Landesschülerrat fordert außerdem eine grundlegende Überarbeitung des Bewertungs- und Benotungssystems.
Bei der Medienbildung geht es um mehr Verbindlichkeit. Sie soll als fächerübergreifende Kompetenz gestärkt und ab der dritten Klasse als eigenes Fach eingeführt werden.
Auch der Unterricht selbst steht im Fokus. Der Landesschülerrat spricht sich dafür aus, Frontalunterricht nicht länger als Standard zu betrachten und stärker für andere Lernformen offen zu sein.
Deutschlandticket und Gesamtschulen
Ein weiterer Punkt betrifft die Schülerbeförderung. Der Landesschülerrat fordert, Schülertickets in Deutschlandtickets umzuwandeln.
Außerdem soll es aus Sicht der Schülervertretung eine stärkere Förderung von Gesamtschulen geben. Der Rat begründet das mit dem Ziel von mehr Bildungsgerechtigkeit.
Mehr Mitbestimmung für Schülerinnen und Schüler
Der 10-Punkte-Plan enthält auch die Forderung nach gesetzlich verankerten Streikrechten für Schülerinnen und Schüler.
Zudem verlangt der Landesschülerrat mehr echte Beteiligung in schulischen Fragen. Schülervertretungen sollten demnach nicht nur formal bestehen, sondern aktiv unterstützt und ernst genommen werden. Außerdem fordert der Landesschülerrat eine verbindliche Beteiligung von Schülerinnen und Schülern bei der Entwicklung der Rahmenlehrpläne.
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