Der bundesweite Warntag ist im Landkreis Oberspreewald-Lausitz weitgehend wie geplant verlaufen. Von insgesamt 157 Sirenenstandorten haben 153 planmäßig ausgelöst. Erstmals kamen dabei kreisweit auch die neuen Sprachdurchsagen zum Einsatz. Neben den Sirenen wurden am Donnerstag auch Warn-Apps, Rundfunk und weitere Informationswege getestet.
Erstmals Sprachdurchsagen über Sirenen in OSL
Um 11 Uhr wurde zunächst der bekannte Warnton ausgelöst. Direkt danach folgte erstmals eine gesprochene Warnmeldung über die Sirenen.
Die Ansage war auf Deutsch und Englisch zu hören und verwies darauf, sich über Medien wie Radio oder Warn-Apps weiter zu informieren.
Auch bei der Entwarnung um 11:45 Uhr wurde zusätzlich eine Sprachdurchsage abgespielt.
153 von 157 Sirenen funktionierten wie vorgesehen
Die Rückmeldungen der Kommunen zur Warnung um 11 Uhr sind inzwischen ausgewertet.
Demnach haben 153 der 157 Sirenenstandorte im Landkreis planmäßig ausgelöst. Sowohl der Sirenenton als auch die neue Sprachfunktion waren dort wie vorgesehen zu hören.
Das Feedback aus den Städten, Ämtern und Gemeinden fällt laut Landkreis insgesamt positiv aus.
Die Rückmeldungen zur Entwarnung werden noch ausgewertet. Nach dem bisherigen Stand rechnet der Landkreis auch dort nicht mit größeren Problemen.
OSL setzt Sprachfunktion als erster Landkreis flächendeckend ein
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz nutzt die neuen Sprachdurchsagen nach eigenen Angaben als erster Landkreis Brandenburgs flächendeckend.
Grundlage dafür ist die Modernisierung der Sireneninfrastruktur. Insgesamt stehen mittlerweile 157 moderne elektronische Sirenen in den Kommunen des Landkreises.
Die Sprachfunktion soll im Ernstfall zusätzliche Informationen liefern. Während der Sirenenton zunächst auf eine Gefahr aufmerksam macht, können über die Ansage direkt weitere Hinweise gegeben werden.
Ab Oktober jeden Monat Probealarm mit Ansage
Nach dem Warntag soll die Sprachfunktion nun regelmäßig getestet werden. Ab Mittwoch, 7. Oktober 2026, werden die Sirenen immer am ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr ausgelöst. Dann soll zusätzlich die Ansage „Achtung, das ist ein Probealarm“ zu hören sein.
Der Landkreis will die Sprachfunktion sowohl bei den monatlichen Tests als auch bei tatsächlichen Warnlagen weiter auswerten. Dabei geht es unter anderem um Verständlichkeit, Reichweite und die technische Umsetzung.
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