Ein Kellerbrand mit Evakuierung, ein Nachbarschaftsstreit mit Pfefferspray und ein vermeintlicher Wohnungseinbruch mit überraschender Wendung: Die Polizei hatte am Wochenende in der Lausitz einiges zu tun. Besonders mehrere Einsätze in Cottbus und Spremberg dürften noch Nachwirkungen haben.
Kellerbrand in Cottbus: Bewohner müssen aus ihren Wohnungen
Der wohl folgenreichste Einsatz ereignete sich am Freitagabend in Cottbus-Schmellwitz. In einem Mehrfamilienhaus brach im Keller ein Feuer aus. Durch den Brand breitete sich dichter Rauch im Gebäude aus. Außerdem wurde eine Wasserleitung beschädigt, sodass Teile des Kellers zusätzlich unter Wasser standen. Die Feuerwehr brachte die Bewohner aus dem Haus. Zwei Menschen erlitten leichte Verletzungen durch den Rauch und kamen nach der Erstversorgung ins Krankenhaus. Warum das Feuer ausbrach, ist bislang unklar. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest.
Streit in Ströbitz endet mit Pfefferspray und Elektroschocker
Auch ein Nachbarschaftsstreit in Cottbus-Ströbitz beschäftigte am Samstagnachmittag die Polizei. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 52-Jähriger einen 81 Jahre alten Mann geschubst haben. Der Senior setzte daraufhin Pfefferspray gegen den 52-Jährigen ein. Bei der anschließenden Anzeigenaufnahme machten die Beamten noch eine weitere Entdeckung: Beim 81-Jährigen fanden sie einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker sowie ein weiteres Pfefferspray. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Ausgesperrt – und plötzlich interessieren sich Ermittler für Fahrräder
Besonders ungewöhnlich verlief ein Einsatz in der Nacht zu Sonntag in Schmellwitz. Der Polizei war zunächst ein laufender Wohnungseinbruch gemeldet worden. Vor Ort trafen die Beamten auf zwei Personen, die gerade versuchten, eine Wohnungstür mit einem Spaten zu öffnen. Dann stellte sich heraus: Es waren die Bewohner selbst. Nach eigenen Angaben hatten sie sich ausgesperrt.
Damit war der Einsatz allerdings noch nicht beendet. In der Wohnung beziehungsweise im Zusammenhang mit dem Einsatz entdeckten die Beamten Fahrräder und Fahrradteile mit manipulierten Rahmennummern. Die Gegenstände sind sichergestellt worden und werden geprüft.
Brennende Fahrräder am Bahnhof Spremberg
In Spremberg rückte die Polizei in der Nacht von Freitag auf Samstag zum Bahnhof aus. Dort standen zwei Fahrräder in Flammen. Nach einem Hinweis eines Zeugen konnten Polizisten in der Nähe zwei Tatverdächtige im Alter von 15 und 18 Jahren antreffen. Die weiteren Ermittlungen laufen bei der Kriminalpolizei.
Auto überschlägt sich bei Schwarzheide
Auf der B169 zwischen Schwarzheide und Brieske verunglückte am Freitagnachmittag eine 23 Jahre alte Autofahrerin. Ihr Wagen kam aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße ab, überschlug sich und blieb neben der Fahrbahn liegen. Die Frau wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden liegt nach Schätzung der Polizei bei rund 10.000 Euro.
Weitere Polizeieinsätze in der Lausitz
Lkw-Unfall auf der A13 bei Ortrand. Am Samstagmorgen kam ein Sattelzug am Samstagmorgen zwischen der Landesgrenze zu Sachsen und der Anschlussstelle Ortrand von der Fahrbahn ab. Die Autobahn in Richtung Berlin war deshalb rund siebeneinhalb Stunden vollständig gesperrt. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 50.000 Euro.
Auf der B156 bei Graustein stoppte die Polizei außerdem einen 25-jährigen Autofahrer. Ein Atemalkoholtest ergab 0,74 Promille. Einen gültigen Führerschein konnte der Mann ebenfalls nicht vorweisen.
In Spremberg wiederum sollen zwei Männer im Alter von 33 und 36 Jahren unerlaubt ein Baustellengelände betreten und versucht haben, einen Baukran hinaufzusteigen. Als die Polizei eintraf, kamen beide wieder herunter. Die Ermittlungen werden eingeleitet.
Auch in Calau gab es einen größeren Wildunfall: Eine 62-Jährige kollidierte bei einem Ausweichmanöver zunächst mit einem Reh und anschließend mit einem Baum. Die Fahrerin blieb nach ersten Erkenntnissen unverletzt.
Foto: © Polizei Brandenburg
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