Das geplante Batterieprojekt Cerenergy im Industriepark Schwarze Pumpe wird nicht umgesetzt. Das australische Unternehmen Altech verfolgt das Vorhaben nicht weiter. Damit soll die geplante Fabrik für Energiespeicher auf Basis von Tafelsalz nicht gebaut werden. Grund ist die fehlende Finanzierung. Trotz monatelanger Gespräche gelang es dem Unternehmen nicht, einen strategischen Partner für das Projekt zu finden.
Keine Fabrik für Salz-Batterien in Schwarze Pumpe
In Schwarze Pumpe sollte eine Produktionsstätte für sogenannte Cerenergy-Batterien entstehen. Die Technologie setzt unter anderem auf Keramik und Natriumchlorid, also Kochsalz. Rohstoffe wie Lithium, Kupfer oder Kobalt sollten dafür nicht benötigt werden.
Gedacht waren die Batterien als stationäre Speicher, zum Beispiel für Strom aus Wind- und Solarenergie. Auch als Zwischenspeicher bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff war die Technologie im Gespräch.
Finanzierung kam nicht zustande
Nach Angaben von Altech führte die Suche nach einem strategischen Partner nicht zum gewünschten Ergebnis.
Das Unternehmen kam deshalb zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Finanzierung und Inbetriebnahme inzwischen zu gering sei. Weitere laufende Kosten seien aus Sicht des Unternehmens nicht mehr gerechtfertigt.
Die Projektgesellschaft Altech Batteries GmbH soll nun abgewickelt werden.
Grundstück soll zurückverkauft werden
Das Grundstück im sächsischen Teil des Industrieparks Schwarze Pumpe soll an die Kommunalverwaltung in Spreetal zurückverkauft werden.
Damit endet ein Projekt, das für die Lausitz ursprünglich große Hoffnungen geweckt hatte. Zeitweise war von bis zu 1.000 möglichen Arbeitsplätzen die Rede.
Erst Anfang Juli hatte das Vorhaben noch einmal Rückenwind bekommen, weil die Frist für eine mögliche Bundesförderung von mehr als 46 Millionen Euro verlängert worden war.
Prototyp war erfolgreich getestet worden
Besonders bitter ist das Aus auch deshalb, weil die Technologie bereits Fortschritte gezeigt hatte.
Im Jahr 2024 wurde ein Prototyp der Cerenergy-Batterie ABS 60 erfolgreich getestet. Die Produktion sollte gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme umgesetzt werden.
Das Institut hält nach Angaben seines Leiters weiter an der Technologie fest. Das Problem sei nicht die Batterie selbst, sondern die Finanzierung eines solchen Fabrikaufbaus.
Rückschlag für den Industriestandort Lausitz
Für den Industriepark Schwarze Pumpe ist die Entscheidung ein Rückschlag.
Die Lausitz arbeitet seit Jahren daran, neue Industrien und Zukunftstechnologien in die Region zu holen. Gerade Energiespeicher gelten als wichtiger Baustein für die Energiewende und neue Wertschöpfung nach der Kohle.
Das Aus von Cerenergy zeigt aber auch, wie schwierig große Industrieansiedlungen derzeit sind. Fördermittel allein reichen nicht, wenn private Investoren oder strategische Partner fehlen.
Technologie könnte dennoch weiterleben
Ganz beendet ist die Idee der Salz-Batterie damit nicht. Fraunhofer will die Technologie weiter verfolgen. Ob und wo daraus später doch noch eine industrielle Produktion entstehen kann, ist derzeit offen.
Für Schwarze Pumpe bedeutet die Entscheidung aber zunächst: Die geplante Batteriefabrik kommt nicht.
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