Ein mögliches Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige rückt in Brandenburg in den Mittelpunkt der politischen Debatte. Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt unterstützt den Vorstoß der SPD ausdrücklich und fordert mehr Schutz für Kinder und Jugendliche im digitalen Raum.
Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige soll klare Grenzen ziehen
Nach den Plänen der SPD sollen Kinder bis zum Alter von 14 Jahren Social-Media-Plattformen künftig gar nicht mehr nutzen dürfen. Für Jugendliche bis 16 Jahre sollen besondere Jugendversionen verpflichtend werden, die deutlich eingeschränkt funktionieren.
Hanka Mittelstädt bezeichnet den Vorschlag als richtig und wichtig zur richtigen Zeit. Der Schutz junger Menschen vor den Risiken einer unkontrollierten Nutzung sozialer Netzwerke habe für sie hohe Priorität.
PROBLEMATISCHES NUTZUNGSVERHALTEN
Die Ministerin berichtet von zahlreichen Hinweisen auf problematisches Nutzungsverhalten. Immer wieder erreichten sie Nachrichten über Jugendliche, die ein bedenkliches Suchtverhalten entwickeln. Zudem spiele Cyber-Mobbing über soziale Plattformen eine immer größere Rolle. Aus ihrer Sicht besteht deshalb akuter Handlungsbedarf.
Für Jugendliche bis 16 Jahre sollen die Plattformen künftig nur noch in speziellen Jugendversionen zugänglich sein. Diese Angebote sollen ohne algorithmisch gesteuerte Feeds und Empfehlungssysteme auskommen. Darüber hinaus sollen suchtfördernde Funktionen wie endloses Scrollen, automatisches Abspielen von Inhalten, Push-Benachrichtigungen, Gamifizierung oder Belohnungssysteme für besonders intensive Nutzung nicht mehr erlaubt sein. Dadurch soll die Nutzung bewusster und weniger manipulierend gestaltet werden.
Debatte um digitalen Jugendschutz gewinnt an Schärfe
Mit der Unterstützung von Hanka Mittelstädt erhält der SPD-Vorstoß zusätzliches politisches Gewicht. Die Diskussion um strengere Regeln für soziale Netzwerke dürfte damit weiter an Dynamik gewinnen.
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