Aus einer lange vernachlässigten Fläche am Branitzer Außenpark entsteht ein Forschungsort für die Zukunft historischer Parkanlagen. An der L49 wird die Branitzer Baumuniversität aufgebaut.
Dort soll untersucht werden, wie Parks wie Branitz trotz Klimawandel, Trockenheit und neuen Belastungen erhalten werden können.
Branitzer Baumuniversität forscht auf zwölf Hektar
Die Fläche umfasst rund zwölf Hektar. Dort sollen neue Ideen ausprobiert, wissenschaftlich begleitet und praktisch umgesetzt werden.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gartendenkmalpflege in Zukunft funktionieren kann. Denn der Klimawandel verändert die Bedingungen für historische Parks deutlich. Spätfröste, lange Dürrephasen und starke Sonneneinstrahlung setzen Bäumen zunehmend zu.
Klassische Nachpflanzungen mit exakt derselben Baumart am ursprünglichen Standort werden deshalb nicht überall dauerhaft möglich sein.
Forschung für das grüne Erbe in Brandenburg
In Branitz geht es nicht nur darum, besonders robuste Bäume zu finden. Die Arbeit soll deutlich breiter angelegt werden.
Geplant sind unter anderem Versuche mit verschiedenen Eichenarten, eine botanische Lebenssammlung und Forschungsprojekte zur Artenvielfalt.
Auch Agroforststreifen, Pilzgeflechte im Boden und neue Methoden zur Vermehrung von Gehölzen spielen eine Rolle. Dazu arbeitet Branitz mit Partnern zusammen, darunter auch die Humboldt-Universität zu Berlin.
Pücklers Idee neu gedacht
Die Baumuniversität knüpft an eine historische Idee an. Schon Fürst Pückler legte ab 1846 in Branitz eine eigene Baumschule an und verwendete dafür den Begriff Baumuniversität.
Heute wird diese Idee weiterentwickelt. Aus dem früher verfallenen Areal soll ein Kompetenzzentrum entstehen, dessen Erkenntnisse auch anderen historischen Parks in Deutschland helfen können.
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