In Forst wird am Freitag, 10. Juli 2026, ein Wohnblock in der Berliner Straße zur Bühne, zum Balkonballett. Bei der Tanzperformance „BEWEGTE LAUSITZ“ treten ab 18 Uhr sechs internationale Tänzerinnen und Tänzer auf Balkonen gegenüber dem Max-Seydewitz-Platz auf. Der Platz wird dabei zum Zuschauerraum. Im Mittelpunkt steht der Wohnblock neben dem ehemaligen Postgebäude „Kaiserliches Postamt“ in der Berliner Straße 15 bis 17. Alltägliche Orte sollen so neu erlebbar werden – mit Tanz, Bewegung und einem anderen Blick auf die Forster Innenstadt.
Balkonballett in der Berliner Straße
Die Choreografie stammt von Golde Grunske von der TanzWERKSTATT Cottbus. Entwickelt wurde sie gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern Marcel Casablanca, Marco Rizzi, Felipe Fizkal, Kostis Spyrou, Gisela de Paz Solvas und Leticia Taguchi. Für die Performance werden Balkone des Wohnblocks in die Choreografie einbezogen. Damit rückt bewusst ein Plattenbau in den Mittelpunkt eines Kunstprojekts.
Das Stadtteilmanagement Forst, die Forster Wohnungsbaugesellschaft mbH und die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses unterstützen die Umsetzung. Damit sich die Zuschauerinnen und Zuschauer trotz Straßenlärm ganz auf die Tanzperformance konzentrieren können, werden vor Ort Kopfhörer verteilt.
Die Anzahl ist allerdings begrenzt. Wer die Aufführung erleben möchte, sollte deshalb rechtzeitig am Max-Seydewitz-Platz sein. Nach der Performance laden die Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam mit Choreografin Golde Grunske zum Gespräch und Austausch ein.
TanzWERKSTATT Cottbus ist regelmäßig in Forst aktiv
Die TanzWERKSTATT Cottbus bringt seit mehreren Jahren zeitgenössischen Tanz in den öffentlichen Raum von Forst. Bereits umgesetzt wurden unter anderem Projekte auf dem Themenmarkt, an der Stadtkirche St. Nikolai, an der Neiße und am Berliner Platz. Mit „BEWEGTE LAUSITZ“ kommt nun ein weiteres ungewöhnliches Format hinzu, das Kunst direkt in die Innenstadt und in den Alltag der Menschen bringt.
Das Projekt wird über den Projektfonds Kulturplan Lausitz gefördert. Die Mittel kommen vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sowie von ars momento e.V. Unterstützt wird die Tanzperformance außerdem über das Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ und durch die Stadt Forst (Lausitz).































