Ein Team der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) hat erneut Patientinnen und Patienten im tansanischen Mwanza operiert. Gemeinsam mit dem Bugando Medical Centre führte das Cottbuser Team komplexe neurochirurgische und kinder-neurochirurgische Eingriffe durch. Erstmals begleiteten auch zwei Pflegefachpersonen aus der Intensivpflege den Einsatz.
Cottbuser Team operiert komplexe Hirntumoren
Prof. Dr. med. Ehab Shiban, Klinikdirektor der Neurochirurgie an der MUL-CT, leitete das Team aus Cottbus. Gemeinsam mit den Fachkräften vor Ort behandelten die Mediziner unter anderem große und schwierig gelegene Hirntumoren. Außerdem führte das Team Eingriffe an der Schädelbasis über einen Zugang durch die Nase sowie komplexe kinder-neurochirurgische Operationen durch. Während der Operationen nutzten die Fachkräfte auch das intraoperative Neuromonitoring. Damit überwachen sie wichtige neurologische Funktionen der Patientinnen und Patienten kontinuierlich während des Eingriffs.
Erstmals begleitet Intensivpflege den Einsatz
In diesem Jahr erweiterte die MUL-CT ihr Team um zwei Pflegefachpersonen aus der Intensivpflege. Sie brachten ihr Wissen vor allem bei der Betreuung nach den Operationen ein. Gerade nach komplexen Eingriffen am Gehirn spielt eine engmaschige Überwachung auf der Intensivstation eine wichtige Rolle. Damit betrachtete das Team nicht nur die eigentliche Operation, sondern die gesamte Behandlungskette – von der Chirurgie über das Neuromonitoring bis zur Versorgung nach dem Eingriff.
Zusammenarbeit mit Bugando Medical Centre wächst weiter
Die MUL-CT arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit dem Bugando Medical Centre in Mwanza zusammen. Bei den gemeinsamen Einsätzen geht es nicht nur darum, Patientinnen und Patienten zu behandeln. Die Teams tauschen auch Wissen und praktische Erfahrungen aus. Besonders in der Kinderneurochirurgie soll dieser regelmäßige Austausch die medizinische Versorgung vor Ort langfristig stärken. Prof. Shiban betont, dass beide Seiten ihre Erfahrungen gemeinsam weiterentwickeln. Gleichzeitig wächst mit jedem Einsatz die Kompetenz der Teams vor Ort.
Auch Andrea Stewig-Nitschke, Vorstand Pflege an der MUL-CT, hebt die Bedeutung der Pflege nach einem Eingriff hervor. Eine erfolgreiche Behandlung ende nicht mit dem letzten Nahtstich. Deshalb bringt die Universität nun auch gezielt die Expertise ihrer Intensivpflege in die internationale Zusammenarbeit ein. Die MUL-CT versteht die Partnerschaft mit dem Bugando Medical Centre als Teil ihrer internationalen Zusammenarbeit. Gleichzeitig will die Universität die dabei gewonnenen Erfahrungen auch für die Weiterentwicklung moderner Versorgungsmodelle nutzen.
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