Energie Cottbus gegen Nürnberg: Butler trifft, später Ausgleich verhindert den Heimsieg

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Wochenende, 17. / 18. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Energie Cottbus hat den 1. FC Nürnberg an den Rand seiner ersten Saisonniederlage gebracht. Beim 1:1 im LEAG Energie Stadion führte die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz durch Justin Butler bis in die Schlussphase. Erst der eingewechselte Styopa Mkrtchyan rettete den Gästen in der 79. Minute einen Punkt. Energie überzeugte mit einem mutigen Beginn, erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten und hatte selbst nach dem Ausgleich noch die Chance auf den Sieg.

Das Unentschieden hinterlässt aus Cottbuser Sicht deshalb zwei Eindrücke: Energie hielt gegen den Aufstiegskandidaten über die gesamte Spielzeit mit. Gleichzeitig war angesichts der eigenen Chancen mehr als dieser eine Punkt möglich.

Energie Cottbus gegen Nürnberg: Wollitz bringt Guwara und Copado

Die Ausgangslage versprach einen anspruchsvollen Abend für die Gastgeber. Nürnberg reiste als Tabellenzweiter mit 17 Punkten aus sieben Spielen an. Mit bereits 20 Treffern stellte die Mannschaft von Miroslav Klose zudem die beste Offensive der Liga. Energie hatte vor dem Duell dagegen schon 16 Gegentore kassiert und zuletzt mit 1:3 in Darmstadt verloren.

Wollitz musste seine Mannschaft auf der linken Abwehrseite verändern. Kapitän Borgmann fehlte wegen muskulärer Probleme. Für ihn rückte Leon Guwara in die Startelf. Der 30-Jährige hatte sich nach dem Auslaufen seines Vertrags im Sommer weiter in Cottbus fit gehalten und erst am Mittwoch einen neuen Vertrag erhalten. Gegen Nürnberg folgte direkt sein erster Saisoneinsatz. Außerdem begann Copado anstelle von Christian Kinsombi.

Klose vertraute auf dieselbe Anfangsformation wie beim vorherigen 4:4 gegen Wolfsburg. Auf einen ruhigen Einstieg durfte sich seine Mannschaft allerdings nicht einstellen.

Cottbus setzt Nürnberg sofort unter Druck

Energie übernahm früh die Initiative und brachte die Nürnberger Defensive mit schnellen Angriffen und konsequentem Nachsetzen in Schwierigkeiten. Die Gäste produzierten Ungenauigkeiten im Passspiel, Cottbus nutzte die Ballgewinne für direkte Vorstöße.

Schon in der siebten Minute wurde es gefährlich: Nach einer kurz ausgeführten Ecke kam King Manu halblinks zum Abschluss. Sein Schuss auf das untere Eck zwang Reichert zu einer Rettung auf der Linie.

Wenig später prüfte Tolcay Cigerci den Nürnberger Torwart erneut. Anschließend fehlte Butler bei einer scharfen Hereingabe von Henry Rorig nur der entscheidende Kontakt. Der Angreifer kam am Fünfmeterraum nicht richtig an den Ball. Fast unmittelbar danach bot sich ihm die nächste Gelegenheit: Butler verarbeitete einen hohen Ball, setzte seinen Abschluss aus halbrechter Position aber über das Tor.

Nürnberg fand in dieser Phase kaum Entlastung. Ein ungenaues Zuspiel von Fernandez und der anschließende Ballverlust von Markhiev ermöglichten Cigerci die nächste Chance. Reichert hielt den zentralen Schuss sicher. Cottbus hatte früh genügend Möglichkeiten, um die Führung zu erzielen.

Nürnberg findet ins Spiel und trifft den Pfosten

Nach rund 20 Minuten verschoben sich die Kräfteverhältnisse. Nürnberg wurde sicherer am Ball und verlagerte das Geschehen zunehmend in die Cottbuser Hälfte.

Rorig verhinderte zunächst mit einer starken Defensivaktion einen gefährlichen Abschluss von Mohamed Ali Zoma. Der Nürnberger war nach einem Zuspiel von Ghrieb in Richtung Tor unterwegs, doch Rorig blieb an ihm und trennte ihn fair vom Ball. Kurz darauf schoss Zoma nach einer Vorlage von Janisch knapp über das Tor.

Für den Angreifer endete der Abend dennoch früh. Zoma hatte sich bereits in der Anfangsphase nach einem Sturz an der Schulter behandeln lassen und zunächst weitergespielt. Nach einer halben Stunde signalisierte er, dass es nicht mehr ging. William Böving ersetzte den Nürnberger, der vor dem Spiel bereits sieben Saisontore erzielt hatte.

Auch ohne Zoma blieben die Gäste gefährlich. In der 37. Minute kombinierte sich Janisch über die rechte Seite nach vorn und bekam den Ball von Ghrieb im Strafraum zurück. Sein flacher Abschluss prallte an den linken Pfosten. Böving kam zum Nachschuss, verfehlte das gegenüberliegende Eck aber knapp.

Energie meldete sich vor der Pause noch einmal zurück: Michelbrink nahm einen Abpraller an der Strafraumkante auf und zwang Reichert mit einem Linksschuss zum Eingreifen. Zur Halbzeit blieb es beim 0:0 nach Chancen auf beiden Seiten.

Ein langer Ball öffnet den Weg zur Führung

Unmittelbar nach Wiederbeginn hatte Cottbus erneut die erste große Gelegenheit. Hannemann flankte von links an den Fünfmeterraum, Butler stieg zum Kopfball hoch und setzte den Ball knapp über die Latte.

Nürnberg hatte anschließend mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakte Cottbuser Mannschaft aber zunächst keinen entscheidenden Weg zum Tor. Energie blieb seinerseits bei schnellen Angriffen gefährlich. In der 56. Minute führte genau das zum Erfolg.

Michelbrink spielte aus der eigenen Hälfte einen langen Ball in den Lauf von Leonardo Bittencourt. Der entkam Markhiev, erreichte den Strafraum und legte quer auf den mitgelaufenen Butler. Diesmal ließ der Angreifer die Gelegenheit nicht liegen: Er schob ins leere Tor und brachte Energie mit 1:0 nach vorn.

Die Gäste suchten eine schnelle Antwort. Fernandez und Ghrieb kamen zum Abschluss, ihre zentralen Versuche stellten Lotka jedoch vor keine größeren Probleme.

Butler jubelt erneut, doch der Treffer zählt nicht

In der 63. Minute schien Energie den nächsten Schritt zum Heimsieg zu machen. Rorig bediente Butler am Fünfmeterraum, der mit rechts ins untere Eck traf. Der Jubel hielt jedoch nur kurz: Rorig hatte beim vorangegangenen Zuspiel im Abseits gestanden. Es blieb bei der knappen Führung.

Danach veränderten beide Trainer ihre Mannschaften. Wollitz brachte Fousseny Doumbia für Guwara und Dominik Pelivan für Bittencourt. Klose wechselte Rafael Lubach und Mkrtchyan ein.

Cottbus hielt die Gäste zunächst weiter vom eigenen Tor fern. Manu lenkte einen Schuss von Markhiev über die Latte, Lotka klärte bei Hereingaben. Mit zunehmender Spieldauer gelang es Nürnberg allerdings häufiger, den Druck bis in den Strafraum zu tragen.

Erst rettet die Latte, dann Lotka

Innerhalb weniger Minuten geriet die Cottbuser Führung ernsthaft in Gefahr. Zunächst kam Scobel vor dem Strafraum zum Schuss. Sein Versuch schlug gegen die Latte.

Kurz darauf setzte sich der Nürnberger nach einer Flanke von Lubach im Zentrum durch und köpfte unter die Latte. Lotka streckte sich und verhinderte mit einer starken Parade den Ausgleich.

In der 79. Minute fiel das Gegentor dennoch. Justvan flankte von rechts an den Fünfmeterraum. Manu verlängerte den Ball unglücklich per Kopf zu Porstner, von dessen Schulter er zu Mkrtchyan sprang. Der eingewechselte Verteidiger traf aus rund fünf Metern mit links zum 1:1.

Hannemann hat die Antwort auf dem Fuß

Energie gab sich mit dem Ausgleich nicht einfach zufrieden. Wollitz brachte Bogdanov und Kinsombi für Butler und Rorig. Kurz darauf bot sich den Gastgebern tatsächlich noch einmal die Möglichkeit zur erneuten Führung.

Bogdanov flankte hinter den langen Pfosten zu Hannemann. Der kam im Fallen mit rechts zum Abschluss, schoss aber knapp am Tor vorbei. In einer nun offenen Partie war der Siegtreffer auf beiden Seiten möglich.

Auch Nürnberg griff weiter an. In der Nachspielzeit blockte Pelivan einen Versuch zur Ecke, Lotka sicherte eine weitere Hereingabe. Scobel köpfte zum Abschluss noch einmal vorbei. Dann stand das 1:1 zwischen Energie Cottbus und Nürnberg fest.

Ein verdienter Punkt und die nächste Aufgabe in Heidenheim

Energie belohnte sich für einen engagierten Auftritt gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe. Die Mannschaft erspielte sich besonders zu Beginn gute Möglichkeiten, ging nach einem präzise vorgetragenen Angriff in Führung und blieb auch nach dem späten Gegentor selbst gefährlich.

Nürnberg verhinderte seine erste Saisonniederlage, musste für den Punkt in Cottbus aber hart arbeiten. Für Energie geht es am kommenden Samstag um 13 Uhr in Heidenheim weiter.

Der nächste Anpfiff kommt bestimmt. Was bis dahin in Cottbus und der gesamten Lausitz passiert, lest Ihr den ganzen Tag im Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.


Die Statistik

FC Energie Cottbus – 1. FC Nürnberg 1:1 (0:0)
FC Energie: Lotka – Rorig (80. Kinsombi), Erlein, Manu (82. Campulka), Guwara (65. Doumbia) – Michelbrink, Bittencourt (65. Pelivan) – Hannemann, Cigerci, Copado – Butler (80. Bogdanov)
FCN: Reichert – Janisch, Kalogeropoulos (65. Mkrtchyan), Otto, Porstner – Markhiev, Fernandez, Justvan – Ghrieb (65. Lubach), Scobel, Zoma (33. Böving)
Tore: 1:0 Butler (56.), 1:1 Mkrtchyan (79.)
Schiedsrichter: Felix Bickel
Gelbe Karten: Rorig, Cigerci, Kinsombi / Markhiev, Kalogeropoulos

Die Pressekonferenz nach dem Spiel



Die Tabelle 2026/27

Platz Mannschaft SP G U V Tore Diff. Pkt.
1 Hertha BSC 8 7 1 0 19:8 11 22
2 1. FC Nürnberg 8 5 3 0 21:11 10 18
3 VfL Wolfsburg 8 4 3 1 22:13 9 15
4 1. FC Kaiserslautern 8 4 3 1 8:4 4 15
5 1. FC Heidenheim 1846 8 4 2 2 15:15 0 14
6 1. FC Magdeburg 8 4 1 3 14:11 3 13
7 FC St. Pauli 8 2 5 1 11:9 2 11
8 DSC Arminia Bielefeld 8 3 2 3 13:13 0 11
9 Energie Cottbus 8 2 3 3 16:17 -1 9
10 SpVgg Greuther Fürth 8 2 3 3 12:13 -1 9
11 Dynamo Dresden 8 2 2 4 11:15 -4 8
12 VfL Osnabrück 8 2 2 4 11:15 -4 8
13 Karlsruher SC 8 2 2 4 10:14 -4 8
14 Hannover 96 8 2 2 4 8:13 -5 8
15 Eintracht Braunschweig 8 2 1 5 13:15 -2 7
16 VfL Bochum 8 2 1 5 5:9 -4 7
17 SV Darmstadt 98 8 2 1 5 8:18 -10 7
18 Holstein Kiel 8 0 5 3 7:11 -4 5
zuletzt aktualisiert am 18.10.2026 um 21:57 Uhr

Zum Spielplan des FC Energie Cottbus 2026/27


Die Saison 2026/27

2. Liga

1. Spieltag, FC Energie Cottbus vs. Hannover 96 3:1

2. Spieltag, Arminia Bielefeld vs. FC Energie Cottbus 3:0

3. Spieltag, FC Energie Cottbus vs. Greuther Fürth 3:4

4. Spieltag, VfL Wolfsburg vs. FC Energie Cottbus 4:4

5. Spieltag, Karlsruher SC vs. FC Energie Cottbus 0:3

6. Spieltag, FC Energie Cottbus vs. FC St. Pauli 1:1

7. Spieltag, SV Darmstadt 98 vs. FC Energie Cottbus 3:1

DFB-Pokal

1. Runde, FC Energie Cottbus vs. FC Augsburg


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Autor: Redaktion

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