Arsen und Nickel im Grundwasser in Cottbus-Saspow: Was Gartenbesitzer jetzt wissen müssen

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 8. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Im Grundwasser unter den ehemaligen Rieselfeldern in Cottbus-Saspow sind erhöhte Konzentrationen von Arsen und Nickel festgestellt worden. Bei Untersuchungen im Juli 2026 wurden an mehreren Messstellen Werte ermittelt, die teilweise über den geltenden Grenzwerten lagen.

Die Stadt Cottbus rät deshalb davon ab, das dort geförderte Grundwasser als Trinkwasser zu verwenden. Für die Bewässerung von Gärten, auch mit Obst- und Gemüsepflanzen, sieht die Stadt dagegen keine gesundheitliche Gefahr. Die reguläre Trinkwasserversorgung ist nicht betroffen.

Arsen und Nickel im Grundwasser in Cottbus-Saspow nachgewiesen

Die Untersuchungsergebnisse wurden durch eine Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung bekannt.

Im Juli waren an fünf Messstellen Wasserproben entnommen worden. Dabei wurden erhöhte Metallkonzentrationen festgestellt, darunter Arsen und Nickel.

Die Messungen betreffen das Grundwasser im Bereich der früheren Rieselfelder. Sie bedeuten nicht, dass das gesamte Grundwasser im Stadtgebiet Cottbus belastet ist.

Darf das Wasser zum Gießen verwendet werden?

Für Grundstücksbesitzer ist vor allem entscheidend, wie sie das Wasser aus eigenen Brunnen nutzen können.

Nach Einschätzung der Stadt Cottbus kann das Grundwasser aus dem untersuchten Bereich weiterhin für die Gartenbewässerung verwendet werden. Das gilt ausdrücklich auch für Beete mit essbaren Pflanzen wie Obst und Gemüse.

Auch als Brauchwasser für Toilette und Waschmaschine hält die Stadt die Nutzung für gesundheitlich unbedenklich.

Anders sieht es beim Trinken aus: Als Trinkwasser soll das geförderte Grundwasser nicht genutzt werden.

Diese Einschätzung bezieht sich auf die von der Stadt beschriebenen Nutzungsarten und den untersuchten Bereich.

Trinkwasser aus dem Leitungsnetz nicht betroffen

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen privat gefördertem Grundwasser und dem Trinkwasser aus der öffentlichen Versorgung.

Die reguläre Trinkwasserversorgung über das Leitungsnetz ist von den festgestellten Belastungen nicht betroffen.

Die Untersuchungsergebnisse sind daher kein Hinweis auf eine Verunreinigung des öffentlichen Trinkwassers in Cottbus.

Ehemalige Rieselfelder schon länger belastet

Dass die Böden der früheren Rieselfelder Schadstoffe enthalten, ist der Stadt bereits seit längerer Zeit bekannt.

Dazu zählen unter anderem Blei und Cadmium. Solche Stoffe können unter bestimmten Bedingungen aus dem Boden ins Grundwasser gelangen.

Deshalb wird das Grundwasser in diesem Gebiet regelmäßig kontrolliert. Für 2026 wurden zusätzliche Untersuchungen vorgesehen und zwei neue Messstellen eingerichtet.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen, warum diese Überwachung weiterhin wichtig ist.

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Autor: Redaktion

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