Prüfen, 112 rufen und drücken: Mit diesen drei Schritten können Menschen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sofort helfen. Vom 21. bis 27. September machen das Klinikum Dahme-Spreewald, die Sana Kliniken Niederlausitz und das Sana-Herzzentrum Cottbus gemeinsam auf die Wiederbelebung aufmerksam.
Hintergrund ist die Woche der Wiederbelebung. Mit Videos, Merkkarten und praktischen Anleitungen soll gezeigt werden, was Menschen in den ersten entscheidenden Minuten eines Notfalls tun können.
Woche der Wiederbelebung: Drei Schritte können entscheidend sein
Reagiert ein Mensch nicht mehr und atmet nicht normal, sollen Umstehende zunächst die Atmung prüfen und anschließend 112 wählen. Danach soll sofort mit der Herzdruckmassage begonnen werden.
Bei Erwachsenen wird mit beiden Händen in der Mitte des Brustkorbs gedrückt – 100- bis 120-mal pro Minute und fünf bis sechs Zentimeter tief.
Ist ein automatisierter externer Defibrillator, kurz AED, vorhanden, kann auch dieser eingesetzt werden. Das Gerät führt die Helfenden mit Sprachanweisungen durch die Anwendung.
Rund 136.000 Fälle innerhalb eines Jahres
Im Jahr 2024 erlitten in Deutschland rund 136.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Das sind durchschnittlich etwa 370 Menschen pro Tag.
Die Laienreanimationsquote lag nach Angaben des Deutschen Reanimationsregisters bei 55,4 Prozent.
Schon nach drei bis fünf Minuten ohne ausreichenden Blutfluss können Gehirnzellen irreparabel geschädigt werden. Die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe ist deshalb besonders wichtig.
Kliniken zeigen auch die weitere Rettungskette
Die Kampagne richtet den Blick nicht nur auf die ersten Minuten. Gezeigt werden soll auch, wie die Versorgung anschließend weitergeht – von Leitstelle und Rettungsdienst über Notaufnahme und Intensivmedizin bis hin zu spezialisierter Kardiologie und Herzchirurgie.
Beteiligt sind Standorte in Lübben, Königs Wusterhausen, Senftenberg, Lauchhammer und Cottbus.
Vom 21. bis 27. September veröffentlichen die Sana Kliniken in Südbrandenburg täglich neue Inhalte zur Wiederbelebung. Dazu gehören Videos zur Herzdruckmassage, zum Einsatz eines AED und zur weiteren Versorgung nach einem Notruf.
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