Die Volkssolidarität Brandenburg sieht sinkende Kinderzahlen in den Kitas als Chance für bessere Betreuung. Der Verband fordert, dass weniger Kita-Kinder nicht automatisch zu weniger Personal oder schlechteren Strukturen führen dürften.
Am 3. September will die Volkssolidarität einen Protest vor dem Brandenburger Landtag in Potsdam unterstützen. Dort geht es um die geplante Neuordnung der Kita-Finanzierung.
Kita-Qualität in Brandenburg soll von sinkenden Kinderzahlen profitieren
Aus Sicht der Volkssolidarität könnten weniger Kinder in den Einrichtungen genutzt werden, um Gruppen kleiner zu machen und Erzieherinnen und Erziehern mehr Zeit für jedes Kind zu geben.
Der Verband warnt davor, sinkende Kinderzahlen vor allem als Sparargument zu betrachten. Stattdessen müsse die Entwicklung dazu beitragen, die Fachkraft-Kind-Relation zu verbessern.
Kritik an geplanter Kita-Finanzierung
Die geplante Reform ordnet nach Angaben der Volkssolidarität vor allem die Finanzströme zwischen Land, Kommunen und Trägern neu. Eine bessere Betreuungsqualität ergebe sich daraus aus Sicht des Verbandes aber nicht automatisch. Genau dort sieht die Volkssolidarität Nachbesserungsbedarf.
Auch bei der geplanten Neuregelung des Mittagessens sieht der Verband offene Fragen. Familien sollten durch die Reform nicht zusätzlich belastet werden. Die Volkssolidarität fordert deshalb, die Kita-Finanzierung so auszugestalten, dass mehr Qualität tatsächlich bei den Kindern ankommt.
Protest vor dem Landtag
Der Protest ist für 3. September 2026 von 11 bis 13 Uhr vor dem Brandenburger Landtag in Potsdam geplant.
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