Nach neuen ASP-Fällen im benachbarten Landkreis Görlitz richtet der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ab Dienstag, 14. Juli, vorsorglich eine Pufferzone ein.
Damit soll verhindert werden, dass sich die Afrikanische Schweinepest wieder nach Brandenburg ausbreitet. Der Landkreis erlässt dafür eine neue Tierseuchen-Allgemeinverfügung.
Pufferzone entlang der Landesgrenze zu Sachsen
Oberspreewald-Lausitz war seit Februar 2026 vollständig frei von ASP-Restriktionszonen. Neue Nachweise im sächsischen Nachbarlandkreis Görlitz machen nun aber wieder Schutzmaßnahmen notwendig.
Eine großflächige Sperrzone wie in früheren ASP-Phasen wird nicht eingerichtet. Stattdessen entsteht im südlichen Kreisgebiet eine nationale Pufferzone. Betroffen sind Bereiche von Hohenbocka, Grünewald, Schipkau, Großräschen, Schwarzbach, Neu-Seeland und Senftenberg.
Die Verfügung wurde mit dem Landkreis Spree-Neiße und dem zuständigen Landesministerium abgestimmt. Auch Spree-Neiße erlässt eine eigene Regelung.
ASP-Schutzzäune werden wieder geschlossen
Die vorhandenen ASP-Schutzzäune bleiben bestehen. Bereits ausgebaute Tore werden wieder eingesetzt. Wer einen Zaun passiert, muss das Tor danach wieder sorgfältig schließen.
Nur geschlossene Tore können verhindern, dass Wildschweine die Schutzlinie durchbrechen. Beschädigungen an Zäunen oder Toren sollen über die Telefonnummern auf den Hinweisschildern gemeldet werden.
Für Bürgerinnen und Bürger gibt es mit der neuen Pufferzone keine allgemeinen Betretungsverbote. Der Landkreis will die Schutzmaßnahmen mit möglichst wenigen Einschränkungen umsetzen.
Jäger und Landnutzer müssen besonders kontrollieren
Jagdausübungsberechtigte müssen verendet aufgefundene Wildschweine unverzüglich dem Veterinäramt melden. Außerdem soll der Schwarzwildbestand innerhalb der Pufferzone zwischen den Zaunanlagen konsequent entnommen werden.
Auch bei land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten gelten zusätzliche Pflichten. Flächen und Erntegut sollen laufend auf kranke oder verendete Wildschweine kontrolliert werden. Wird ein Tier gefunden, müssen die Arbeiten sofort gestoppt und das Veterinäramt informiert werden.
In den kommenden Wochen sollen die bestehenden Schutzzäune schrittweise wieder geschlossen und ertüchtigt werden. Weitere Informationen, Karten zur Pufferzone und die vollständige Allgemeinverfügung gibt es beim Landkreis Oberspreewald-Lausitz.
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