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Wälder in Brandenburg schlagen Alarm: Nur noch jeder fünfte Baum gesund

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 27. Mai 2026“.Liveblog ansehen

Die Lage der Wälder in Brandenburg wird immer dramatischer. Hitze, Trockenheit und Schädlinge setzen den Bäumen massiv zu. Laut aktuellem Waldzustandsbericht gelten nur noch wenige Wälder als wirklich gesund. Umweltministerin Hanka Mittelstädt fordert deshalb einen großflächigen Waldumbau.

Beim ersten Brandenburger „Talk im Wald“ im Wildpark Potsdam diskutierten Fachleute aus Politik, Forstwirtschaft und Verbänden jetzt über die Zukunft der Wälder im Land. Klar wurde dabei: Ohne tiefgreifende Veränderungen drohen Brandenburgs Wäldern langfristig schwere Schäden.

Wälder in Brandenburg leiden unter Klimawandel

Besonders betroffen sind die typischen Kiefernwälder. Brandenburg besitzt deutschlandweit den höchsten Anteil an Kiefern – viele davon in Monokulturen. Genau diese Wälder gelten als besonders anfällig für Trockenheit, Schädlinge und Waldbrände.

Der aktuelle Waldzustandsbericht zeigt alarmierende Zahlen: Der Anteil geschädigter Waldflächen stieg auf 39 Prozent. Gleichzeitig gelten nur noch acht Prozent der Waldflächen als frei von sichtbaren Schäden.

Auch die Kronen vieler Bäume werden immer lichter. Die sogenannte Kronenverlichtung erreichte 2025 einen neuen historischen Höchstwert.

Hanka Mittelstädt fordert großflächigen Waldumbau

Umweltministerin Hanka Mittelstädt machte deutlich, dass Brandenburg seine Wälder widerstandsfähiger machen müsse. Ziel sei es, klimaangepasste und artenreiche Mischwälder zu entwickeln.

Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte Waldvision 2050. Sie soll helfen, Brandenburgs Wälder langfristig stabiler, nachhaltiger und widerstandsfähiger gegen Klimafolgen zu machen.

Dazu gehören unter anderem:

  • mehr biologische Vielfalt
  • klimaresistente Baumarten
  • nachhaltige Holznutzung
  • Schutz vor Waldbränden
  • stärkere Erholungsräume für Menschen

Neue Baumarten sollen Wälder retten

Um die Wälder besser auf die Zukunft vorzubereiten, erweitert Brandenburg jetzt auch die Liste empfohlener Baumarten. Neu aufgenommen wurden unter anderem exotischere Arten wie Atlas-Zeder oder Zerr-Eiche.

Die Hoffnung: Mehr Vielfalt soll die Wälder widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Extremwetter machen.

Waldbrandgefahr bleibt großes Thema

Trotz eines vergleichsweise ruhigeren Waldbrandjahres 2025 bleibt die Gefahr hoch. Bereits in diesem Jahr gab es in Brandenburg wieder zahlreiche Waldbrände.

Um Feuerwehren besser auszustatten, wurden landesweit 90 neue Löschwasserbrunnen gebaut. Besonders betroffen sind Regionen in Südbrandenburg wie Dahme-Spreewald, Elbe-Elster und Teltow-Fläming.

Brandenburg bleibt eines der waldreichsten Bundesländer

Brandenburg verfügt über rund 1,1 Millionen Hektar Wald – das entspricht 37 Prozent der Landesfläche. Der größte Teil gehört privaten Waldbesitzern.

Doch der Klimawandel verändert die Wälder zunehmend. Die kommenden Jahre gelten deshalb als entscheidend für die Zukunft der brandenburgischen Wälder.

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Autor: Redaktion

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