BTU - Backround

Millionen-Sanierung: Brandenburgs Hochschulen kämpfen mit maroden Gebäuden

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 27. Mai 2026“.Liveblog ansehen

Brandenburgs Hochschulen stehen vor gewaltigen Herausforderungen: Für Sanierungen, Modernisierung und Klimaschutzmaßnahmen werden in den kommenden Jahren Millionenbeträge benötigt. Besonders betroffen ist die Universität Potsdam, die allein einen höheren dreistelligen Millionenbetrag einplant.

Alte Gebäude, Denkmalschutz und steigende Anforderungen an Energieeffizienz sorgen an mehreren Hochschulstandorten im Land für enormen Handlungsbedarf. Während in Potsdam historische Gebäude aufwendig saniert werden müssen, geht es an der BTU Cottbus-Senftenberg vor allem um Brandschutz und moderne Infrastruktur.

Brandenburgs Hochschulen: Historische Gebäude werden zur Herausforderung

Vor allem die Gebäude am Neuen Palais in Potsdam bereiten Sorgen. Teile des Campus gehören zum Unesco-Weltkulturerbe und stehen unter dauerhaftem Monitoring. Besonders die historische Bausubstanz der Häuser 8 bis 12 gilt als sanierungsbedürftig.

Zusätzlich müssen auch Gebäude am Campus Golm modernisiert werden. Dort stehen Büro- und Laborgebäude aus mehreren Jahrzehnten, die energetisch und technisch auf den neuesten Stand gebracht werden sollen.

BTU Cottbus-Senftenberg braucht Investitionen

Auch die BTU Cottbus-Senftenberg meldet deutlichen Sanierungsbedarf. Besonders ältere Gebäude und technische Anlagen müssten modernisiert werden. Schwerpunkte sind laut Hochschule der Brandschutz, die Gebäudetechnik und die energetische Infrastruktur.

Wie teuer die Maßnahmen am Ende werden, könne aktuell noch nicht genau beziffert werden. Klar sei aber: Ohne zusätzliche Investitionen werde es schwierig, Forschung und Lehre langfristig sicherzustellen.

Viadrina plant Modernisierung für Millionen

Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) rechnet in den kommenden Jahren mit rund 30 Millionen Euro Sanierungsbedarf. Betroffen ist vor allem das historische Hauptgebäude aus dem Jahr 1907.

Geplant sind neue Leitungen, moderne Gebäudetechnik und umfangreiche Modernisierungen. Der reguläre Bauunterhalt des Landes reicht laut Hochschule lediglich für kleinere Reparaturen wie undichte Fenster oder den Substanzerhalt.

Keine Zustände wie an der TU Berlin

Die Hochschulen in Brandenburg betonen jedoch, dass die Lage nicht mit der Situation an der Technischen Universität Berlin vergleichbar sei. Dort musste das Hauptgebäude nach massiven Baumängeln Anfang Mai teilweise geschlossen werden. Hunderte Lehrveranstaltungen waren betroffen.

In Brandenburg gehe es vor allem darum, Gebäude fit für die Zukunft zu machen und den Hochschulbetrieb dauerhaft zu sichern.

Was heute in der Lausitz sonst noch wichtig ist, lest ihr in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de – laufend aktualisiert und immer nah dran.

---
---

Autor: Redaktion

Und auf Radio Cottbus …

mehr Lausitznews