Guben und Forst sollen auch künftig starke Krankenhausstandorte bleiben. Bei einer Strategiekonferenz der Lausitz Klinik Forst und des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben haben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen über die Zukunft der medizinischen Versorgung in der Region beraten.
Gesundheitsversorgung in der Lausitz: Alle ziehen an einem Strang
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine moderne und verlässliche Gesundheitsversorgung in der Lausitz trotz knapper Ressourcen und einer immer älter werdenden Bevölkerung gelingen kann.
Mit dabei waren unter anderem Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger, Forsts Bürgermeisterin Sabine Taubeneck und Gubens Bürgermeister Fred Mahro. Auch Fachleute aus dem brandenburgischen Gesundheitsministerium, der AOK Nordost und der Medizinischen Universitätsklinik Lausitz – Carl Thiem brachten ihre Einschätzungen ein.
Mehr Zusammenarbeit zwischen Guben, Forst und Cottbus
Ein wichtiger Baustein ist die engere Vernetzung der kleineren Krankenhäuser mit dem Universitätsklinikum in Cottbus. Dabei geht es vor allem um gemeinsame Verantwortung, Forschung, Digitalisierung und neue Versorgungsmodelle.
Sebastian Scholl, Beauftragter der Modellregion Gesundheit Lausitz, machte deutlich, dass die Lausitz eine Region ist, in der die Gesundheitsversorgung der Zukunft erprobt und erforscht wird.
Vier gemeinsame Behandlungszentren geplant
Das Naëmi Wilke Stift Guben und die Lausitz Klinik Forst wollen künftig vier gemeinsame Behandlungszentren bilden:
Innere Medizin mit Geriatrie und Palliativmedizin, Orthopädie, ein Bauchzentrum mit Urologie sowie Gefäßchirurgie und Plastische Chirurgie.
Auch in der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin gibt es bereits gemeinsame Strukturen: Diese Bereiche werden schon jetzt von einer gemeinsamen Chefärztin geleitet.
Wirtschaftliche Perspektive für beide Standorte
Nach der überstandenen Insolvenz arbeitet das Gubener Krankenhaus wieder wirtschaftlich. In Forst soll das Angebot in der Geriatrie weiterentwickelt und um geriatrische Rehabilitation ergänzt werden.
Andreas Mogwitz, Geschäftsführer der Krankenhäuser in Forst, Guben und des Lutherstifts in Frankfurt/Oder, sieht die Häuser auf einem guten Weg. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit der Standorte an Neiße und Oder.
Gesundheitsreform soll weiter gedacht werden
Michael Zaske aus dem brandenburgischen Gesundheitsministerium betonte, dass es nicht nur um stationäre Krankenhäuser gehen dürfe. Wichtig seien auch ambulante Versorgung, kommunale Strukturen und die Notfallversorgung.
Auch Marek Rydzewski von der AOK Nordost sprach sich für eine bessere Steuerung im Gesundheitswesen aus. Patientendaten sollen aus seiner Sicht helfen, Versorgung bedarfsgerechter zu gestalten.
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Foto: DNWG/Natalia Kujawa























