In der Lausitz ist etwa jeder sechste Erwachsene von Typ-2-Diabetes betroffen. Gleichzeitig leben viele Menschen mit einem unerkannten Prädiabetes – einer Vorstufe der Erkrankung, die häufig ohne Beschwerden verläuft.
Prädiabetes in der Lausitz: Häufig unterschätzt
Der Begriff Prädiabetes Lausitz beschreibt einen Zustand, bei dem die Blutzuckerwerte bereits erhöht sind, aber noch kein Diabetes vorliegt. Ursache ist meist eine Insulinresistenz, bei der Körperzellen schlechter auf Insulin reagieren.
Zu den wichtigsten Einflussfaktoren zählen Übergewicht, Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung sowie Stress und Schlafmangel. Auch genetische Veranlagung kann eine Rolle spielen.
Nach aktuellen Einschätzungen ist die Verbreitung von Typ-2-Diabetes in Brandenburg höher als im bundesweiten Durchschnitt. Besonders betroffen sind ländlich geprägte Regionen wie Spree-Neiße und Elbe-Elster.
Informationsveranstaltung an der MUL – CT
Am 8. April 2026 um 16.30 Uhr findet an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus eine weitere Ausgabe der „Mittwochsvisite“ statt.
Im Mittelpunkt steht das Thema Prädiabetes und die Frage, wie sich das Fortschreiten zu einem Typ-2-Diabetes verhindern lässt. Referentinnen sind Dr. Saskia Roop, Leiterin der Diabetologie, sowie die Diabetesberaterin Ines Nitschke.
Im Vortrag werden medizinische Grundlagen erläutert und Möglichkeiten vorgestellt, wie Betroffene selbst Einfluss auf ihre Gesundheit nehmen können. Dazu gehören insbesondere Veränderungen im Lebensstil, etwa bei Ernährung, Bewegung und Alltagsverhalten.
Prävention als zentrale Aufgabe
Ein Schwerpunkt liegt auf der Prävention. Dabei geht es unter anderem um Strategien zur Reduzierung der täglichen Zuckeraufnahme sowie um die Bedeutung regelmäßiger körperlicher Aktivität.
Auch die Frage, wie Präventionsangebote in strukturschwächeren Regionen besser vermittelt werden können, wird thematisiert.
Beteiligung an Forschungsprojekt möglich
Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem das Projekt „PRAE-DIALOG Prädiabetes verstehen – mitreden – handeln“ vorgestellt. Ziel ist es, die Bevölkerung stärker in die wissenschaftliche Kommunikation einzubeziehen und den Umgang mit dem Thema Prädiabetes langfristig zu verbessern. Das Projekt wird durch das Land Brandenburg gefördert. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
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Foto Martin Ender / MUL – CT: Dr. Saskia Roop spricht im Rahmen der nächsten Mittwochsvisite auch über die Möglichkeit der Reduzierung von Zucker bei der Nahrungsaufnahme

























