Der LHC Cottbus hat das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer aus Werder mit 34:31 gewonnen und sich damit neben zwei Punkten auch den direkten Vergleich gesichert. In einer ausverkauften Lausitz-Arena zeigte die Mannschaft über weite Strecken eine reife und nervenstarke Leistung.
LHC Cottbus gegen Werder wird zum echten Topspiel
Dieses Duell hat gehalten, was es versprochen hatte: hohes Tempo, viel Leidenschaft und zwei Teams, die ihre starke Saison eindrucksvoll bestätigten. Vom Anpfiff an war zu spüren, dass hier die beiden Topmannschaften der Liga aufeinandertreffen.
Der LHC Cottbus fand im Angriff immer wieder gute Lösungen und spielte seine Chancen konsequent aus. Gleichzeitig hielt Werder mit seinem schnellen Umschaltspiel dagegen und machte es den Gastgebern über weite Phasen schwer.
Starker Hancic und wichtige Führung zur Pause
Entscheidend für die erste Halbzeit war auch die Leistung von Torhüter Filip Hancic. Mit insgesamt 22 Paraden und sogar zwei eigenen Treffern war er einer der prägenden Spieler des Abends. Kurz vor der Pause setzte sich Cottbus leicht ab und ging mit einer 18:15-Führung in die Kabine.
Damit hatte sich die Mannschaft eine starke Ausgangsposition erarbeitet, wusste aber zugleich, dass gegen den Spitzenreiter noch lange nichts entschieden war.
Frühe Dominanz nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel blieb Cottbus sofort wach und setzte die Gäste erneut unter Druck. Vor allem Marc Schmitz übernahm in dieser Phase viel Verantwortung. Der Kreisläufer erzielte in kurzer Zeit vier Tore und half mit, den Vorsprung auf 27:21 in der 44. Minute auszubauen.
Doch Werder zeigte, warum das Team an der Tabellenspitze steht. Die Gäste kämpften sich wieder heran und verkürzten den Abstand in der Schlussphase noch einmal deutlich.
Nervenstark bis zur letzten Sekunde
Fünf Minuten vor Schluss war die Partie wieder völlig offen. Der LHC führte nur noch mit zwei Toren, behielt aber in der entscheidenden Phase die Ruhe. Drei Sekunden vor dem Ende nahm Trainer Bennett Speed noch eine Auszeit, um den letzten Angriff festzulegen.
Der Plan ging auf: Kuno Schauer traf mit der Schlusssirene zum 34:31-Endstand. Damit war klar: LHC Cottbus gegen Werder bringt nicht nur einen viel umjubelten Heimsieg, sondern auch den gewonnenen direkten Vergleich. Nach der Niederlage im Hinspiel könnte genau das im Titelrennen noch enorm wichtig werden, denn bei Punktgleichheit am Ende der Saison würde der direkte Vergleich zählen.
Stolzer Trainer, schweres Spiel voraus
Trainer Bennett Speed zeigte sich nach dem Abpfiff entsprechend stolz auf seine Mannschaft. Besonders hob er hervor, wie viel Druck Werder mit seinem schnellen Spiel erzeugt habe und wie souverän sein Team die Schlussphase gelöst habe.
In der Tabelle steht der LHC Cottbus nun mit 34:8 Punkten weiter auf Rang zwei und damit vier Punkte hinter Werder. Schon am kommenden Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenvierten Usedom die nächste große Herausforderung.
Foto:Steffen Beyer

























