Martin Heusler im Porträt vor einer Steinwand

Martin Heusler gewinnt Wahlkrimi in Spree-Neiße und ist neuer Landrat

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Martin Heusler ist neuer Landrat im Spree-Neiße-Kreis. Nach einem dramatischen Wahlabend setzt sich der CDU-Kandidat laut vorläufigem Ergebnis mit 51,49 Prozent gegen Christine Beyer von der AfD durch. Am Ende entscheiden gerade einmal 1.469 Stimmen über den Ausgang dieser Stichwahl.

Martin Heusler drehte das Rennen erst ganz spät. Lange sah es nach einem Sieg für Christine Beyer aus, doch mit den letzten Briefwahlergebnissen kippte die Wahl. Ausgerechnet in der Schlussphase baute Heusler seinen Vorsprung Schritt für Schritt aus und durfte nach der letzten Auszählung die Glückwünsche entgegennehmen.

Spree-Neiße-Kreis hat einen neuen Landrat nach dramatischer Wende

Über lange Zeit führte zunächst Christine Beyer. Noch am frühen Abend lag sie teils deutlich vorn. Doch mit Beginn der Auszählung der Briefwahl schmolz ihr Vorsprung immer weiter zusammen. Besonders in mehreren Städten und Gemeinden bekam Martin Heusler starken Rückenwind.

Der Wendepunkt kam um 19:42 Uhr. Nach der 202. Auszählung drehte sich die Wahl erstmals. Heusler führte nun hauchdünn mit 50,14 Prozent. Von da an ließ der CDU-Kandidat den Vorsprung nicht mehr los.

Briefwahl bringt Martin Heusler den entscheidenden Schub

Vor allem die Briefwahlergebnisse wurden zum Schlüsselfaktor dieses Wahlabends. In Guben gewann Heusler die Stadt mit 53,76 Prozent, in Welzow holte er am Ende 54,25 Prozent. Dort entschied er allein die Briefwahl sogar mit 71,90 Prozent für sich.

Auch im Schlussspurt aus Forst und dem Amt Burg legte Heusler weiter zu. Kurz vor dem Ende der Auszählung wuchs sein Ergebnis erst auf 51,03 Prozent, dann auf 51,26 Prozent und schließlich auf 51,49 Prozent.

Ein Wahlabend voller Spannung bis zur letzten Stimme

Dieser Wahlabend war ein echter Wahlkrimi. Zwischenzeitlich deutete alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur letzten Sekunde hin. Noch kurz vor dem Umschwung lag Beyer mit 50,23 Prozent vorn. Wenige Auszählungen später hatte sich das gesamte Bild gedreht.

Die knappen Unterschiede in einzelnen Orten zeigen, wie gespalten der Kreis abgestimmt hat. In Schenkendöbern gewann Beyer mit nur 20 Stimmen Vorsprung. In Welzow lag Heusler mit 100 Stimmen vorn.

Geringere Wahlbeteiligung im Spree-Neiße-Kreis

Auffällig dennoch die niedrigere Wahlbeteiligung. Waren am 08. März noch 54,82 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl gegangen, hatten im Wahlfinale nur noch 52,72 Prozent ihre Stimme abgegeben.

Trotzdem war schnell klar: Das notwendige Quorum wurde erfüllt. Damit stand fest, dass der Sieger dieser Stichwahl auch tatsächlich neuer Landrat wird. Eine Entscheidung über den Kreistag wie schon einmal im Spree-Neiße-Kreis wird nicht nötig.

Martin Heusler steht jetzt für acht Jahre an der Spitze

Mit dem knappen Sieg übernimmt Martin Heusler für die kommenden acht Jahre die Leitung des Landkreises und der Kreisverwaltung. Nach einem Abend voller Wendungen steht fest: Der Spree-Neiße-Kreis hat einen neuen Landrat – und diese Wahl wird als einer der spannendsten politischen Abende der Region in Erinnerung bleiben.

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Der Wahlkrimi im Liveticker

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Autor: Redaktion

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