(MUL – CT): Prof. Dr. med. Ehab Shiban, Klinikdirektor der Neurochirurgischen Klinik der MUL – CT (r.), bei der ersten Gehirn-OP durch die Nase in Mwanza.

Gehirnoperation durch die Nase: Cottbuser Ärzte setzen Meilenstein in Afrika

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Gehirnoperation auf höchstem Niveau – und das unter schwierigen Bedingungen: Ein Ärzteteam aus Cottbus hat in Tansania erstmals eine Tumor-OP durch die Nase durchgeführt.

Damit gelingt nicht nur ein medizinischer Durchbruch, sondern auch ein wichtiger Schritt für die internationale Zusammenarbeit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem.


Gehirnoperation unter extremen Bedingungen

Die Cottbuser Neurochirurgen waren mehrere Tage im Bugando Medical Centre in Mwanza im Einsatz.

Dort führten sie zahlreiche komplexe Eingriffe durch – teils unter erschwerten Bedingungen wie eingeschränkter Technik oder sogar Stromausfällen während laufender Operationen.

Insgesamt wurden mehrere Patienten mit teils schweren Hirntumoren behandelt.


Premiere: Tumor-OP durch die Nase

Ein besonderer Meilenstein war eine neuartige Gehirnoperation, bei der ein Tumor über die Nase entfernt wurde.

Diese Methode gilt als besonders schonend. Statt den Schädel zu öffnen, wird ein Endoskop genutzt, das hochauflösende Bilder liefert und präzises Arbeiten ermöglicht.

Für die Patienten bedeutet das: schnellere Erholung, weniger Belastung und keine sichtbaren Narben.


Hilfe, die Leben verändert

Die behandelten Patienten profitieren direkt von den Eingriffen.

Viele von ihnen haben jetzt deutlich bessere Chancen auf ein normales Leben. Gerade bei gutartigen Tumoren kann eine erfolgreiche Operation entscheidend für die Lebensqualität sein.


Wissenstransfer im Fokus

Neben den Operationen ging es vor allem darum, Wissen weiterzugeben.

Das Team aus Cottbus arbeitete eng mit den Ärzten vor Ort zusammen, zeigte neue Methoden und stärkte die medizinischen Strukturen langfristig.

So soll die Gehirnoperation auch in Zukunft vor Ort eigenständig durchgeführt werden können.


Internationale Zusammenarbeit wächst weiter

Die Kooperation zwischen der Lausitz und Tansania wird weiter ausgebaut.

Ziel ist es, eine stabile und moderne neurochirurgische Versorgung vor Ort zu etablieren. Dafür sind weitere Einsätze, Trainings und gemeinsame Standards geplant.


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Autor: Redaktion

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