Im Landkreis Spree-Neiße sind 2025 deutlich mehr Menschen mit Fluchthintergrund in Arbeit vermittelt worden. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Blick auf den Arbeitsmarkt Spree-Neiße 2026, dass die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen ist.
Arbeitsmarkt Spree-Neiße 2026: 256 Vermittlungen in Arbeit und Ausbildung
Insgesamt konnten im Jahr 2025 256 ausländische Personen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung vermittelt werden. Darunter waren 85 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren.
Zusätzlich:
- 11 Personen starteten in die Selbständigkeit
- 119 nahmen eine geringfügige Beschäftigung auf
- 131 Personen mit Fluchthintergrund wurden in Arbeitsgelegenheiten eingesetzt
- 22 Leistungsberechtigte nutzten Praktika zum Einstieg ins Berufsleben
Grundlage dieses Erfolgs ist laut Jobcenter eine konsequente Sprachförderung sowie individuelle Qualifizierung. Werkleiterin Sandra Kattwinkel betont, dass gezielte Sprachkenntnisse und passgenaue Weiterbildungen entscheidend für eine nachhaltige Integration in den regionalen Arbeitsmarkt seien. Ein spezialisiertes Fallmanagement begleite Menschen mit Migrationshintergrund engmaschig auf ihrem Weg in Beschäftigung.
Arbeitslosenquote bleibt bei 6,7 Prozent
Zum Jahresbeginn zeigt sich beim Arbeitsmarkt Spree-Neiße 2026 ein gemischtes Bild. Die Arbeitslosenquote liegt im Februar bei 6,7 Prozent – unverändert gegenüber Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 120 Personen auf 3.793 gestiegen.
Die Entwicklung im Detail:
SGB III:
1.328 Arbeitslose, das sind 112 mehr als im Februar 2025. Die anteilige Arbeitslosenquote liegt bei rund 2,3 Prozent.
SGB II:
2.465 arbeitslose Personen im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters. Das entspricht einem leichten Anstieg um 8 Personen. Die anteilige Quote sinkt leicht auf rund 4,3 Prozent.
Weniger Bedarfsgemeinschaften
Positiv fällt auf: Das Jobcenter betreut im Februar 2026 3.396 Bedarfsgemeinschaften – das sind 322 weniger als ein Jahr zuvor. Auch die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist deutlich gesunken: minus 404 auf aktuell 4.249 Personen.
Der Arbeitsmarkt Spree-Neiße 2026 zeigt damit zwei Entwicklungen gleichzeitig: steigende Integrationszahlen bei Menschen mit Fluchthintergrund – und eine insgesamt leicht höhere Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich.

























