Bei der Lausitz Klinik Forst steht ein Eigentümerwechsel an: Ende März soll ein neuer Mehrheitseigentümer übernehmen. Seit November liefen die Verhandlungen, nun ist die Entscheidung gefallen.
Lausitz Klinik Forst: Wer künftig das Sagen hat
Bislang hält die Potsdamer Klinik Ernst von Bergmann 51 Prozent der Anteile, die Stadt Forst 49 Prozent. Diese Mehrheitsanteile werden nun an das Diakonissenhaus Berlin Teltow verkauft. Damit wechselt die Trägerschaft des Krankenhauses in kirchliche Hand.
Sorge um Löhne und Arbeitsplätze
Die Entwicklung sorgt für Unruhe in der Belegschaft. Bereits vergangene Woche hatten Mitarbeitende gegen mögliche Sparpläne demonstriert.
An der Lausitz Klinik Forst arbeiten aktuell rund 330 Beschäftigte, darunter etwa 190 Pflegefachkräfte sowie rund 60 Ärztinnen und Ärzte. Für sie geht es nicht nur um ihre tarifliche Zukunft, sondern auch um die langfristige Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region.
Nach Angaben der Gewerkschaft plant der künftige Mehrheitseigentümer separate Tarifverhandlungen. Ziel sei zwar der Erhalt der Arbeitsplätze, allerdings verbunden mit niedrigeren Löhnen. Arbeitnehmervertretungen sehen darin ein erhebliches Risiko für die Belegschaft.
Region blickt gespannt auf Ende März
Mit dem geplanten Abschluss rückt eine entscheidende Phase näher. Für die Mitarbeitenden bedeutet das vor allem Unsicherheit. Für die Region steht viel auf dem Spiel – denn die Klinik ist ein zentraler Bestandteil der medizinischen Versorgung in Forst und Umgebung.
Wie sich die Übernahme konkret auf Personal, Tarifstruktur und Patientenversorgung auswirkt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.
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