In Vetschau und Luckenwalde hat es gestern Abend Proteste gegen eine Veranstaltung des Rechtsextremisten Martin Sellner gegeben. Der Österreicher wollte im Spreewald einen Vortrag über sogenannte Remigration halten. Mehrere Bündnisse stellten sich öffentlich gegen den Auftritt.
WIDERSTAND IN VETSCHAU
In seinem Vortrag sprach Sellner über seine Vorstellung einer millionenhaften Remigration – darunter auch Abschiebungen von Menschen mit deutschem Pass.
In Vetschau im Spreewald formierte sich dagegen Widerstand. Das Bündnis „Vetschau für alle“ erklärte öffentlich, Sellner sei in der Stadt nicht willkommen. Vor Ort kam es zu Protesten gegen die Veranstaltung.
Ursprünglich Einladung nach Luckenwalde
Zunächst hatte eine AfD-Landtagsabgeordnete aus Brandenburg Sellner zu einem Vortrag nach Luckenwalde eingeladen.
Doch aus der AfD-Bundesspitze kam deutliche Kritik. Parteichefs und Landesvertreter forderten, die Einladung zurückzuziehen. Begründung: Sellners Gedankengut sei zu extrem und schade der Partei.
AfD distanziert sich – Auftritt wird verlegt
Nach dem internen Druck zog die AfD die Einladung zurück. Daraufhin verlegte Martin Sellner seinen Auftritt nach Vetschau und organisierte die Veranstaltung selbst. Auch dort blieb der Auftritt nicht unbeachtet: Gegendemonstrationen begleiteten den Abend.
Nach Angaben der Polizei lagen im Vorfeld keine offiziellen Anmeldungen für größere Gegendemonstrationen vor. Dennoch zeigten mehrere Gruppen deutlich ihren Protest.
Thema Remigration im Fokus
Im Mittelpunkt des Vortrags stand Sellners Konzept der Remigration, das massive Abschiebungen vorsieht. Das Konzept ist politisch umstritten und wird von verschiedenen Seiten kritisch bewertet.
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