In Hoyerswerda trifft sich am 26. und 27. November 2025 die Fachwelt zum Strukturwandel in den deutschen Kohlerevieren. Zwei Tage lang geht es darum, wie aus Ideen ganz konkrete Projekte werden – von der Lausitz über das Rheinische Revier bis nach Mitteldeutschland.
Strukturwandel im Lausitzer Alltag spürbar machen
Die Strukturwandeltagung 2025 findet zum dritten Mal statt – und zum ersten Mal in der sächsischen Lausitz. Unter dem Motto „Lokale Impulse – regionale Wirkung – (inter-)nationale Sichtbarkeit“ wird diskutiert, wie der Strukturwandel in den Revieren wirklich ankommt.
Vertreterinnen und Vertreter aus:
- Wissenschaft (unter anderem BTU Cottbus-Senftenberg, RWTH Aachen, TU Dresden, MLU Halle-Wittenberg, IWH, IÖR)
- Bund, Ländern und Kommunen
- Regionen wie Lausitz, Rheinisches Revier und Mitteldeutsches Revier
bringen ihre Perspektiven mit – von Förderprogrammen über neue Jobs bis hin zu Energie- und Stadtentwicklungsprojekten.
Politische Bühne: Wo steht der Strukturwandel nach fünf Jahren?
Zum Auftakt der Tagung melden sich in Hoyerswerda hochrangige Gäste zu Wort:
Der Oberbürgermeister von Hoyerswerda, Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Länder Sachsen und Brandenburg sowie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) setzen den Rahmen.
In einer großen Podiumsdiskussion geht es dann um die zentrale Frage:
Wo stehen wir im Strukturwandel nach fünf Jahren Investitionsgesetz Kohleregionen?
Mit dabei sind unter anderem:
- die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland
- Fachleute aus der Evaluation, aus der Kommunalforschung und aus den Staatskanzleien der Revieren
- Vertreter aus dem Rheinischen Revier, aus Sachsen-Anhalt und der Lausitz
Sie bringen Zahlen, Einschätzungen und Erfahrungen zusammen – und zeigen, was in den Kohleregionen schon sichtbar ist und wo es noch hakt.
Workshops: Strukturwandel zum Anfassen
An beiden Tagen tauchen die Teilnehmenden in acht Fachworkshops ein, die den Strukturwandel ganz konkret machen:
- Gemeinsam im Wandel: Wie gelingt Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern wirklich?
- Brücken schlagen in der Dreiländer-Region: Chancen und Herausforderungen zwischen Sachsen, Polen und Tschechien.
- Ohne Fläche ist alles nichts: Wie neue Gewerbe- und Industriestandorte entstehen können.
- Landschaften nach der Kohle: Vom Tagebau zur gestalteten Zukunftslandschaft.
- Orte des Erinnerns, Orte der Zukunft: Wie sich Vergangenheit und Zukunft an ehemaligen Kohle-Standorten verbinden lassen.
- Große Formate, starke Impulse: Welche Wirkung Festivals, Großevents und neue Kulturorte im Wandel haben.
- Zukunft der Arbeit: Wie digitale Lösungen Arbeitswelten und Wirtschaftsstrukturen verändern.
- Energieversorgung im Wandel: Kommunale Wärme- und Stromkonzepte nach der Kohle.
Die Workshops sind bewusst praxisnah angelegt – mit Beispielen aus Landkreisen wie Spree-Neiße, dem Rheinischen Revier und der Region Bautzen.
Fachexkursion: Mit dem Bus mitten hinein in den Wandel
Bevor die Tagung offiziell startet, geht es raus in die Stadt:
Eine zweistündige Fachexkursion führt die Teilnehmenden am 26. November ab 9 Uhr zu ausgewählten Orten des Strukturwandels in und um Hoyerswerda.
Start- und Zielpunkt ist der Parkplatz an der Kulturfabrik Hoyerswerda, direkt am Tagungsort.
Die Exkursion ist bereits ausgebucht – wer noch mit will, kann sich aber auf eine Warteliste setzen lassen.
So bekommen Gäste aus ganz Deutschland einen Eindruck davon, wie der Wandel in der Lausitz ganz konkret aussieht: neue Nutzungen, neue Orte, neue Ideen.
Zwei Häuser, kurze Wege: Tagung mitten in Hoyerswerda
Getagt wird an zwei Orten, die nur wenige Schritte auseinanderliegen:
- VISAVIS Hoyerswerda (Schlossstraße 2) – hier finden Plenum, Podien und Keynotes statt
- Kulturfabrik Hoyerswerda (Braugasse 1) – hier laufen die Workshops und die Projektmesse
Die Projektmesse am ersten Abend zeigt, wie breit der Strukturwandel schon heute aufgestellt ist: von Energieprojekten über Kultur bis zu innovativen Forschungsformaten.
Partner des Strukturwandels: Wer hinter der Tagung steht
Eingeladen wird in diesem Jahr vom BBSR gemeinsam mit starken Partnern:
- BTU Cottbus-Senftenberg
- RWTH Aachen
- IWH Halle
- IÖR
- TU Dresden
- MLU Halle-Wittenberg
- Forschungscampus Flexible Elektrische Netze (FEN)
- Zukunftsagentur Rheinisches Revier
- Institut für Strukturwandel und Nachhaltigkeit (HALIS)
- Stadt Hoyerswerda und regionale Akteure
Damit wird Hoyerswerda für zwei Tage zum Schaufenster dafür, wie Strukturwandel gemeinsam gedacht und gestaltet werden kann.
Wir begleiten den Strukturwandel in der Lausitz regelmäßig im Programm von Radio Cottbus – von Großprojekten bis zu Geschichten direkt aus den Revieren. Hört rein und klickt euch auf radiocottbus.de durch unsere Beiträge, wenn ihr wissen wollt, wie Tagungen wie in Hoyerswerda am Ende euren Alltag in der Lausitz verändern.

























