Der Haushaltsloch der Stadt Cottbus fällt größer aus als erwartet: Für 2026 fehlen laut Finanzdezernent Markus Niggemann rund 30 bis 40 Millionen Euro. Die Zahlen wurden am Mittwochabend in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt – und sorgen für deutlichen Druck auf den städtischen Haushalt.
Warum das Haushaltsloch entsteht
Die Stadt bekommt im kommenden Jahr deutlich weniger Schlüsselzuweisungen. Grund ist die korrigierte Einwohnerzahl des Zensus, der die Zahl der Cottbuser um sechs Prozent niedriger ansetzt.
Laut Niggemann sei dieser Wert zwar belegbar falsch, doch die Berechnung der Landesmittel lasse sich dadurch nicht ändern. Allein dadurch fehlen der Stadt zwischen 6 und 12 Millionen Euro jährlich.
Steuern brechen ein – und sorgen für zusätzliche Lücken
Zum Haushaltsloch tragen auch starke Schwankungen bei der Gewerbesteuer bei. 2024 gab es sehr hohe Zahlungen, die jedoch anteilig auf 2026 angerechnet werden.
Das bedeutet: Cottbus erhält noch weniger Geld vom Land. Gleichzeitig gehen die Steuereinnahmen insgesamt zurück. Die Stadt werde daher mittelfristig Kassenkredite aufnehmen müssen, so Niggemann.
Sondervermögen hilft – aber deckt das Loch nicht
Entlastung bringt zumindest das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Bis 2029 erhält Cottbus daraus 52,5 Millionen Euro. Doch diese Mittel sind bereits vollständig für Investitionen verplant.
Die strukturelle Lücke im laufenden Haushalt bleibt bestehen.
Wie es weitergeht
Der finale Haushaltsentwurf für 2026 soll den Stadtverordneten im Dezember vorgelegt werden. Dann entscheidet sich, wie die Stadt das Haushaltsloch kurzfristig und langfristig ausgleichen will.
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