Kooperation statt Konkurrenz: Brandenburgs Regionen ziehen an einem Strang

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 11. November 2025“.Liveblog ansehen

Unter dem Motto „Stärken verbinden“ haben sich rund 70 Vertreterinnen und Vertreter der Regionalentwicklung aus ganz Brandenburg in der Staatskanzlei Potsdam getroffen. Eingeladen hatte Staatskanzleichefin Kathrin Schneider, die die 3. Konferenz der Regionen eröffnete – ein Format, das seit 2021 den Austausch zwischen Land, Regionen und Kommunen stärkt.


Gemeinsam wachsen – Brandenburg setzt auf Kooperation

Ministerin Kathrin Schneider zeigte sich optimistisch:

„Die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in den strukturell unterschiedlich entwickelten Regionen Brandenburgs ist ein zentrales Ziel der Landesregierung. Der Kooperationsprozess zwischen den Regionen und der Landesregierung im Sinne der Regionalentwicklung ist bereits gut fortgeschritten. Die anfänglichen Überlegungen sind bereits in konkrete Schlüsselvorhaben umgesetzt worden.“

Die Regionalentwicklungsstrategie „Stärken verbinden“ soll das Land strukturell und wirtschaftlich stärken. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die Arbeit, Wohnen und Leben in Brandenburg attraktiver machen – von innovativen Wohnmodellen über Gesundheits- und Mobilitätsprojekte bis hin zu deutsch-polnischer Zusammenarbeit.


Konkrete Projekte für Brandenburgs Zukunft

Bei der Konferenz wurden mehrere Schlüsselvorhaben vorgestellt, die zeigen, wie regionale Kooperation in der Praxis funktioniert:

🏢 MOST-Netzwerk in Küstrin-Kietz:
Das neue Informations- und Beratungsnetzwerk fördert seit Mai 2025 den deutsch-polnischen Austausch und stärkt die wirtschaftliche Zusammenarbeit an der Oder.

🏥 Perleberger Gesundheitscampus:
In den historischen Kaiserlichen Kasernen entsteht ein neuer Gesundheitscampus mit barrierefreien Wohnungen und medizinischen Angeboten – ein Modellprojekt für moderne Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

💻 Green Hub Lübbenau:
Hier entsteht ein Coworking-Space, der Innovationen aus der Berliner Wissenschaftslandschaft mit der Lausitz-Region verbindet. Ziel ist es, junge Ideen und Gründungen stärker mit der Region zu verzahnen.


Zukunftsraum Berlin–Stettin: Gemeinsam über Grenzen denken

Ein zentrales Thema war das neue Kooperationsbündnis „Zukunftsraum Berlin–Stettin“. Die Wachstumskerne Eberswalde und Schwedt sowie die Landkreise Barnim und Uckermark haben gemeinsam mit LEADER-Aktionsgruppen und Planungsgemeinschaften eine Vereinbarung geschlossen, um künftig enger zusammenzuarbeiten.

Auch die Beteiligung der polnischen Stadt Szczecin (Stettin) ist vorgesehen. Ziel ist es, Wirtschaft, Wissenschaft, Mobilität und Kultur entlang der Achse Berlin–Stettin–Schwedt enger zu vernetzen. So sollen nachhaltige Strukturen entstehen, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich wirken.

Schneider betonte: „Initiativen wie diese treffen exakt den Kerngedanken der Regionalentwicklungsstrategie. – Es geht darum, durch Austausch, Kooperation und Bündelung der Ressourcen gemeinsam Wachstumsimpulse zu identifizieren, zu setzen und übergreifend davon zu profitieren.“


Ein Land, viele Stärken

Die Konferenz zeigte einmal mehr, wie viel Potenzial in den Regionen steckt. Ob in der Lausitz, der Uckermark oder im Havelland – Brandenburg setzt auf Dialog statt Konkurrenz, um die großen Aufgaben der Zukunft gemeinsam zu meistern.

Wie Brandenburg seine Regionen stärker vernetzt und welche Projekte gerade starten, lest Ihr auf radiocottbus.de – und hört es im Programm von Radio Cottbus.

Autor: Redaktion

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