Die Max-Grünebaum-Stiftung hat am Sonntag im Staatstheater Cottbus die diesjährigen Preise an herausragende Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen verliehen. Der Festakt stand im Zeichen von Versöhnung, Bildung und Zukunft – und markierte zugleich den 100. Todestag des Cottbuser Ehrenbürgers Max Grünebaum.
Zeichen der Verständigung in Cottbus
Seit 1997 vergibt die Stiftung jedes Jahr ihre Max-Grünebaum-Preise an Talente der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg (BTU) und des Staatstheater Cottbus. In diesem Jahr wurde die Verleihung besonders emotional: Sie erinnerte an das Vermächtnis des Tuchfabrikanten Max Grünebaum (1851–1925), der als Unternehmer und Mäzen für Kunst, Wissenschaft und soziales Engagement stand – und dessen Familie in der NS-Zeit enteignet und vertrieben wurde.
Neue Ideen: „Forschendes Theater“ bringt KI ins Klassenzimmer
Erstmals wurde im Rahmen der Feier ein neues Bildungsprojekt vorgestellt: das „Forschende Theater“. Jugendliche der Theodor-Fontane-Schule Cottbus beschäftigten sich dabei mit dem Thema Künstliche Intelligenz – unterstützt von der Stiftung, dem Staatstheater Cottbus und der BTU.
Urenkel Peter Gumbel sagte dazu: „Max Grünebaum war seiner Zeit voraus. Bildung und Technologie gehörten für ihn zusammen – das passt perfekt zu seinem Erbe.“
Das Projekt wird künftig jährlich mit 10.000 Euro gefördert.
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2025
Den Max-Grünebaum-Preis der BTU erhielt Dr. Malte Welling für seine ausgezeichnete Forschung über den Wert von Stadtgrün und die Bedeutung urbaner Ökosysteme. Den Ernst-Frank-Förderpreis bekam Laura Pfeffer, Architekturstudentin mit einem besonderen Talent für textile Konstruktionen und nachhaltige Materialien.
Am Staatstheater Cottbus ging der Max-Grünebaum-Preis an Bariton Nils Stäfe, der seit 2017 im Ensemble singt und sich mit großer Leidenschaft auf der Bühne und hinter den Kulissen engagiert. Den Karl-Newman-Förderpreis erhielt Anna-Martha Thomas, Oberankleiderin am Staatstheater Cottbus, die sich für bessere Arbeitsbedingungen und kreative Kostümarbeiten stark macht.
Cottbus verbindet Geschichte und Zukunft
Die Stiftung setzt damit ihr Ziel fort, die Verbindung zwischen Cottbus und England zu stärken und junge Menschen zu fördern. Was 1997 mit einer Geste der Versöhnung begann, ist heute ein Symbol für Bildung, Talent und Zusammenhalt in der Lausitz.

























