HYROX Hamburg: Inklusionsprojekt aus Spremberg feiert dreifachen Erfolg

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Wochenende, 31. Oktober / 01. November 2026“.Liveblog ansehen

Drei Staffeln, zwölf Sportler und drei erfolgreiche Zieleinläufe: Das Inklusionsprojekt des KSC Asahi Spremberg hat beim HYROX Hamburg 2026 einen besonderen Erfolg gefeiert. Alle drei Teams erreichten am 30. Oktober das Ziel in weniger als einer Stunde und 40 Minuten. Dabei gab es weder Zeitstrafen noch Disqualifikationen.

Das Besondere: In jeder Staffel traten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam an. Alle absolvierten den regulären Wettkampf ohne reduzierte Anforderungen.

HYROX Hamburg 2026: Drei erfolgreiche Staffeln aus dem Spremberger Projekt

Hinter dem Erfolg steht das ehrenamtliche Projekt „Inklusion mit & durch HYROX“ der HYROX-Abteilung des KSC Asahi Spremberg e.V. Für den Wettkampf in Hamburg hatte das Projekt drei inklusive Staffeln zusammengestellt.

Insgesamt gingen sechs Sportler mit Behinderung und sechs Sportler ohne Behinderung an den Start. Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und waren über das Spremberger Projekt miteinander verbunden.

Die Teams bestanden jeweils zur Hälfte aus Sportlern mit und ohne Behinderung. Diese Zusammensetzung hatten sie freiwillig gewählt. Eine gesonderte Wertung oder erleichterte Wettkampfbedingungen gab es nicht. Alle drei Staffeln starteten in der regulären HYROX Open-Kategorie.

Die offiziellen Wettkampfergebnisse vom 30. Oktober 2026

Men Relay – Zielzeit: 1:27:49 Stunden

Platz 39 in der Altersgruppe U40

Team: Joaquín Sandiano, Christoph Ressel, Daniel Hinrichsen und Michael Radefeld.

Mixed Relay – Zielzeit: 1:33:08 Stunden

Platz 10 in der Altersgruppe 40+

Team: Torge Marschalk, Sandra Woytke, Michael Haker und Franziska Schnäckel.

Women Relay – Zielzeit: 1:37:20 Stunden

Platz 12 in der Altersgruppe 40+

Team: Hella Tieke, Pauline Zahrt, Christiane Klausner und Madlen Kanter.

Alle drei Staffeln blieben unter einer Stunde und 40 Minuten. Keine Zeitstrafen, keine Disqualifikationen. Für das Spremberger Inklusionsprojekt ist das ein gemeinsamer sportlicher Erfolg nach mehreren Jahren ehrenamtlicher Arbeit.

Sprembergerin Madlen Kanter absolviert ihr 17. HYROX-Rennen

Eine besondere Rolle spielt Madlen Kanter aus Spremberg. Die 49-Jährige hat das Projekt „Inklusion mit & durch HYROX“ gegründet und entwickelt es seit mehreren Jahren weiter. Beim Wettkampf in Hamburg stand sie selbst in der Women Relay am Start. Als Sportlerin mit Behinderung absolvierte sie dort bereits ihr 17. HYROX-Rennen seit 2022.

Kanter beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren beruflich und ehrenamtlich mit gesellschaftlicher Teilhabe und Inklusion. Ihre Erfahrungen fließen auch in die Arbeit des Spremberger Vereinsprojekts ein.

Drei Jahre HYROX-Abteilung beim KSC Asahi Spremberg

Die Anfänge des Projekts reichen bis ins Jahr 2021 zurück. Damals entstand eine gemeinsame sportliche Initiative von Madlen Kanter und Sarah-Luisa Lehmann.

Am 1. November 2023 wurde beim KSC Asahi Spremberg eine eigene HYROX-Abteilung gegründet. Nach Angaben des Projekts war es die weltweit erste HYROX-Vereinsabteilung.

Zum dritten Geburtstag am 1. November 2026 kann die Abteilung damit auf drei erfolgreiche Inklusionsstaffeln beim Wettkampf in Hamburg zurückblicken. Neben Wettkampfteilnahmen entwickelt das ehrenamtliche Team auch Angebote, die Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen über den Sport zusammenbringen.

So geht das Inklusionsprojekt aus Spremberg weiter

Nach dem Erfolg in Hamburg soll die Projektarbeit in der Saison 2026/2027 fortgesetzt werden.

Geplant ist unter anderem eine weitere inklusive Wettkampfteilnahme in Berlin 2027, sofern die Veranstaltung stattfindet. Außerdem möchte das Team künftig Menschen mit weiteren Behinderungsformen einbeziehen. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf kognitiven Beeinträchtigungen liegen. Auch sportpädagogische Angebote, Begegnungen, Prävention und die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen gehören zur weiteren Arbeit.

Unter dem Motto #WIRlebenINKLUSiON will das Spremberger Projekt zeigen, wie gemeinsamer Sport Menschen mit und ohne Behinderung verbinden kann.

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Autor: Redaktion

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