Große Unterstützung für die Stadtentwicklung: Guben erhält rund 11 Millionen Euro Fördermittel von Land, Bund und der Europäischen Union. Das Geld soll unter anderem in Altstadtsanierungen, den Rückbau alter Gebäude und ein neues Mehrgenerationenhaus fließen. Die Förderbescheide übergab Baustaatssekretärin Dr. Ina Bartmann am Freitag offiziell an die Stadt.
Fördermittel Stadtentwicklung Guben: Mehrgenerationenhaus geplant
Der größte Teil der Förderung – rund 8,5 Millionen Euro – stammt aus dem Programm „Nachhaltige Stadtentwicklung“, das mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird.
Damit soll das historische Gebäude in der Alten Poststraße 63 umfassend saniert werden. Geplant ist dort ein Mehrgenerationenhaus, das künftig ein zentraler Treffpunkt für verschiedene Altersgruppen sein soll.
Vorgesehen sind unter anderem Angebote aus den Bereichen Bildung, Kultur, Gesundheit und Sport. Das Projekt soll den sozialen Zusammenhalt stärken und neues Leben in die Altstadt bringen.
Sanierungen und Stadtumbau in der Altstadt
Weitere 2,56 Millionen Euro stammen aus den Städtebauförderprogrammen „Lebendige Zentren“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“.
Mit diesen Mitteln werden mehrere Projekte in der Altstadt Ost und West umgesetzt.
Dazu gehören:
- Sanierung der Villa Berliner Straße 35a, die als Begegnungszentrum der Volkssolidarität genutzt wird
- Modernisierung der Gebäude Hegelstraße 2 bis 6 für betreutes Wohnen
- Sanierung des historischen Torhauses Berliner Straße 45
Ziel ist es, historische Gebäude zu erhalten und gleichzeitig neue Nutzungen zu schaffen.
Rückbau alter Wohngebäude
Ein Teil der Fördermittel fließt außerdem in den Rückbau von vier Wohngebäuden.
Damit reagiert die Stadt auf demografische Veränderungen und Leerstände und passt die Stadtstruktur an neue Bedürfnisse an.
Millionenförderung für Guben seit der Wende
Die Stadt profitiert bereits seit vielen Jahren von Städtebauförderprogrammen. Zwischen 1991 und 2024 erhielt Guben rund 58,5 Millionen Euro Fördermittel für Stadtentwicklungsprojekte.
Baustaatssekretärin Ina Bartmann betonte bei der Übergabe, dass Projekte wie das geplante Mehrgenerationenhaus wichtige Impulse für die Zukunft der Stadt setzen könnten.
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