Rund um die Lausitz-Klinik Forst wächst die Sorge um Arbeitsplätze und Löhne. Beschäftigte haben am Freitagmittag mit einer aktiven Mittagspause vor dem Krankenhaus gegen mögliche Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen demonstriert und den Erhalt des Standortes gefordert.
Zu der Aktion aufgerufen hatten die Gewerkschaft Verdi, der Deutsche Gewerkschaftsbund sowie der Marburger Bund.
Lausitz-Klinik Forst steht vor möglichem Trägerwechsel
Hintergrund der Proteste ist ein geplanter Eigentümerwechsel. Die Ernst-von-Bergmann-Gruppe beabsichtigt, ihre Mehrheitsanteile an das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin zu verkaufen. Derzeit hält die Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH 51 Prozent an der Klinik, die Stadt Forst besitzt 49 Prozent. Seit November laufen Verhandlungen über den Verkauf.
Nach Angaben der Gewerkschaft plant der potenzielle neue Mehrheitseigentümer separate Tarifverhandlungen. Dabei gehe es zwar um den Erhalt von Arbeitsplätzen, jedoch verbunden mit niedrigeren Löhnen für die Belegschaft. Die Arbeitnehmervertretungen sehen darin ein erhebliches Risiko für die Beschäftigten.
Das Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin äußerte sich während des laufenden Verfahrens nicht zu den Protesten.
330 Beschäftigte bangen um Perspektiven
An der Lausitz-Klinik Forst arbeiten aktuell rund 330 Menschen, darunter etwa 190 Pflegefachkräfte sowie rund 60 Ärztinnen und Ärzte. Für sie steht nicht nur die tarifliche Zukunft, sondern auch die langfristige Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region auf dem Spiel.
Das Diakonissenhaus hatte im vergangenen Frühjahr bereits das Krankenhaus und das Medizinische Versorgungszentrum in Guben übernommen, nachdem dort ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden war.
Wie es mit dem Standort in Forst weitergeht, wird nun maßgeblich von den weiteren Verhandlungen abhängen.

























