Eine Komplettansicht des Staatstheater Cottbus im Sommer mit drei großen Fahnen vor dem Großen Haus am Schillerplatz

70 Jahre Gerhard Gundermann: Staatstheater feiert besondere Premiere

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Gerhard „Gundi“ Gundermann wäre in diesem Jahr 70 Jahre alt geworden – und aus diesem Anlass bringt das Staatstheater Cottbus ein außergewöhnliches Musiktheaterstück auf die große Bühne. „Immer wieder wächst das Gras“ feiert am 29. November Premiere und zeigt, wie seine Lieder und Gedanken auch heute noch Antworten suchen. Es ist ein Abend voller Musik, Erinnerungen und überraschender Blickwinkel auf den wohl prägendsten Liedermacher der Lausitz.


Ein Leben zwischen Musik, Bagger und Widersprüchen

Viele nennen ihn bis heute den singenden Baggerfahrer – auch wenn Gundermann selbst diesen Spitznamen nie mochte. Seine Lieder erzählen vom Ende der Industrie, von Arbeitslosigkeit, rauem Alltag, Umbrüchen und Hoffnung. Direkt aus der Lausitz, ehrlich und oft schmerzhaft nah.

Er war Musiker, Rockpoet und gleichzeitig jemand, der trotz Erfolg seinen Job im Tagebau nicht aufgeben wollte. Ein Mann voller Widersprüche: Von 1976 bis 1984 war Gundermann inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit, distanzierte sich später aber deutlich von der DDR – und blickte auch auf die Wiedervereinigung mit gemischten Gefühlen.


So bringt das Staatstheater das Phänomen Gundermann auf die Bühne

Regisseurin Christiane Pohle und Schauspieldirektor Raban Witt setzen nicht auf eine klassische Biografie. Es gibt keinen einzelnen „Gundermann“ auf der Bühne. Stattdessen wird der Abend eine Collage aus Songs, Zitaten und Gedanken – und stellt eine Frage, die heute vielleicht wichtiger ist als früher: Was fangen wir heute mit Gundermanns Liedern an?

„Immer wieder wächst das Gras“ feiert am Samstag, 29.11.2025, Premiere im Großen Haus. Die Lieder wurden von Hans Petith neu arrangiert und gemeinsam mit dem Ensemble erarbeitet – als musikalisches Geschenk an einen Künstler, der die Lausitz wie kaum ein anderer geprägt hat.

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Autor: Redaktion

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