Die Lausitz Klinik Forst erweitert ihre Radiologie um ein eigenes MRT. Das komplette System steckt in einem rund 13 Meter langen Container direkt am Krankenhaus. Für viele Patientinnen und Patienten entfallen damit künftig Fahrten für MRT-Untersuchungen nach Cottbus, Spremberg oder Eisenhüttenstadt. Am Mittwoch, 21. Oktober, erreichte der Spezialcontainer die Lausitz Klinik. Neben dem MRT befinden sich darin auch ein Untersuchungs- und ein Bedienraum.
34 Tonnen schwerer Container sorgt für aufwendigen Transport
Schon die Anlieferung stellte die Beteiligten vor einige Herausforderungen. Der Container misst rund 13 Meter in der Länge und vier Meter in der Breite und wiegt etwa 34 Tonnen. Die Klinik bereitete dafür eine komplett ebene Fläche vor. Zusätzlich verbreiterten Helfer die Zufahrt und schnitten Büsche und Bäume zurück. Beim ersten Versuch verhinderten eine Hausecke und eine alte Eiche die Weiterfahrt um wenige Zentimeter. Forster Firmen halfen kurzfristig weiter. Sie versetzten Findlinge, hoben Teile des Rasens aus, befestigten die Strecke mit Schotter und legten Stahlplatten aus.
Der gesamte Schwerlasttransport brachte mehr als 60 Tonnen auf die Waage. Statt der ursprünglich geplanten vier Stunden dauerte der Aufbau deshalb bis in die Abendstunden.
MRT soll Untersuchungen direkt in Forst ermöglichen
Sobald die Klinik Elektrik, Netzwerk und Telefonanschluss vollständig eingerichtet hat, kann das neue MRT seinen Betrieb aufnehmen. Vor allem Untersuchungen von Wirbelsäule, Kopf und Gelenken sollen künftig direkt in Forst möglich sein. Die Magnetresonanztomographie liefert außerdem detaillierte Bilder von Weichteilen und kommt unter anderem bei Untersuchungen von Herz, Gehirn, Gelenken oder Bändern zum Einsatz.
Chefarzt der Radiologie Mathias Böttcher erwartet, dass zahlreiche Abteilungen der Klinik von der zusätzlichen Diagnostik profitieren.
Klinik sucht zusätzliches Personal
Ganz ausschöpfen kann die Lausitz Klinik die neue Technik allerdings erst im kommenden Jahr. Für den vollständigen Betrieb benötigt die Radiologie nach eigenen Angaben zusätzliches Personal. Die Klinik sucht deshalb weitere medizinisch-technische Radiologie-Assistentinnen und -Assistenten.
Mit dem neuen MRT will die Klinik ihre diagnostischen Möglichkeiten deutlich ausbauen und gleichzeitig die medizinische Versorgung in der Region stärken.
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